Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
baneken swV.
2 mit Akk., auch Refl.-Pron.
3 subst. (oft durch ~ ‘zum Zeitvertreib’ )
1 absolut: dar uͦf saz der cuͦne degen / unde reit banechen an daz velt GrRud I 46; eteslîche banken wâren geriten / durh kurzwîle mit vederspil Wh 236,2. 305,16; sumliche gent zen brunnen, / die andern ritent schouwen [...] / die banekent bi den frouwen Tannh 13,8; Lanc 297,30 2 mit Akk., auch Refl.-Pron.: dise sprâchen wider diu wîp, / dise banecten den lîp, / dise tanzten, dise sungen, / dise liefen, dise sprungen, / dise hôrten seitspil Iw 66; die ê lâgen sam die wîp / die wolden banchen nû den lîp UvEtzAlex 2344. – daz si eines morgenes frû / in den walt rîten wolde / und sich banechen solde / und hôren die hunde / und korzen die stunde En 1674; hie banket er sich ofte mite / wol schirmen, starke ringen, / wol loufen, sêre springen, / dar zuo schiezen den schaft Tr 2112. – übertr.: vnde baniche minen sin dar ane, / daz ich in bekere deste baz Herb 88; Tr 8022; ist ieman dem diu Minne / gebænket [umhertreibt] ie die sinne, / der ist gelæubig dirre magt: / si wart gebænket und gejagt / von der Minne sus und so WhvÖst 6950. – so mögent ir mynen ritter trösten und er uch [...] und mögent uch banichen mit uwern worten Lanc 300,36 3 subst. (oft durch ~ ‘zum Zeitvertreib’): es waren vierzehen tag / das ditz ritterleiche her / nie was komen von dem mer, / da von tet daß panichen wol HvNstAp 6477; der herzoge und diu herzogîn / die ahten eine reise / durh banekens eise [Behagen] / niuwan durch kurzewîle: / dâ bî in einer mîle / si wolten birsen unde jagn UvTürhTr 376; RvEAlex 21211
MWB 1 423,36; Bearbeiter: Diehl