Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
backo
belegt:
‚Kinnbacken, -lade, mandibula, mala‘;
nur Gl. 2, 337, 66 steht paccho als Gl. zu lat.
pernae
‚Speckseite‘,
„wohl späte Vermischung(Ahd. Wb. I, 784), s. u. 〈Var.: bac(c)h-,
mit bacho (s. d.), veranlaßt durch die (etymol.
begründete) Doppelheit von kinnibacho und
-backo“
bacc-, bakk-〉. – Im Mhd. ist das Wort nicht nur
als sw. m. backe, sondern auch als st. m. der bac
bezeugt. In der Hochsprache der Gegenwart ist
es, wie viele vorzugsweise im Plural gebrauchte
Maskulina mit der Pl.endung -en zum Fem.
übergetreten nach dem Muster von die Zungen:
die Zunge. Allerdings hielt sich in obd. Mundart
und Umgangssprache meist das Mask. bis heute
und die Endung -en wurde aus dem Akk. Sg.
und den Pl.kasus auch in den Nom. Sg. über-
tragen: der Backen (s. Wilmanns, Dt. Gr. III, 2
§ 184. 185, 2).