austrocknen vereinzelt -k-; mehrf im Zustandspass bzw -perf 1 Feuchtigkeit verlieren, trocken werden, auch als Verkochen von Pflanzensäften od Sekreten a versiegen, eintrocknen von Gewässern uä, auch im Bild Der Tanager ist ein unbedeutendes Wasser, das manchmal zur Sommerszeit austrocknet [dries] GWB46,153,11 HackertTgbKnight Pästum fanden wir in der Ebene [um Tennstedt] ausgetrocknete Seen, Tuffsteinbrüche und Konchylien GWB36,113,15 TuJ Das Gottschedische Gewässer hatte die deutsche Welt mit einer wahren Sündfluth überschwemmt .. Bis sich eine solche Fluth wieder verläuft, bis der Schlamm austrocknet, dazu gehört viele Zeit GWB27,64,4 DuW 6 uö b (gänzl) trocknen, vertrocknen von Substanzen, Organismen ua; auch als organ Entwicklungs- u Färbungsprozeß, speziell in der Übs von Theophrasts ‘De coloribus’; häufig iZshg mit einer spezif Veränderung des Objekts, mehrf als negativ gewertetes Geschehen großen lüftigen Keller .. wo der Vorrath aufgehoben wird, damit die Baumwolle nicht zu sehr austrockne, am Gewicht verliere und weniger geschmeidig werde GWB251,230,2 Wj III 13 verlor er [der Öltünch] doch, als das Öl [des Gemäldes] mit der Zeit austrocknete [disseccandosi], gleichfalls seine Kraft und fing an zu reißen GWB491,214,1 Bossi,Leonardo Abendmahl [mBez auf Gesteinsbildung] Das dem A. an freier Luft zugesellte Zurückziehen gegen sich selbst (Retrait) und das damit verbundene Zerreißen einer Masse kann nicht geachtet werden, indem die von uns eingeschärfte Solidescenz weit höher steht GWBN10,65,2 Austrocknen Aus dem Vorigen erhellet, daß während dem A. des Holzes die Krümmung sich fortsetzt .. wie wir im Vorigen gar manche durch Vertrocknung zuerst entstehende .. Spiralbewegung erkennen werden GWBN7,61,23 SpiralTend 1831 [für: ἀναξηραίνειν, exsiccare] GWBN3,27,17 FlH I Theophr [für: καταξηραίνειν, exarescere] GWBN3,49,16 FlH I Theophr uö ebd GWBB35,44,11 CarlAug 16.8.21 K uö 2 Feuchtigkeit entziehen, trocknen lassen, trocken machen, mehrf als gezielte menschl Handlung a Gewässer, Sümpfe trockenlegen, entwässern, Erdreich trocknen, auch als myth Geschehen u im Bild [betr die Errichtung eines Schwefel- u Schlammbades in Berka] wird gefordert, daß die [Gesteins-] Oberfläche .. feucht bleibe. Man hüte sich deshalb den Teich ganz auszutrocknen [< dürfte man nur den Teich nicht ganz ablassen] GWBA(N13,329,18) Promem 22.11.12 Da sie [die Einwohner von Alicata] nun aber die Meinung des Orakels nicht begriffen, trockneten sie den See aus [drained] GWB46,195,18 HackertTgbKnight Skamander; das Gewässer durch Vulcan ausgetrocknet, das Ufer versengt um Achill zu retten GWB491,68,8 Philostrat Gleichniß vom Nordwind, der einen im Herbst gewässerten Garten schnell zur Freude des Besitzers austrocknet [ἀγξηράνη Ilias 21,347] GWB411,317,19 Ilias Ausz B(JbGG15,8) Sartorius 26.12.06 uö b Organismen, Substanzen trocknen, vertrocknen lassen, trocken machen; auch absol Nur zur Reife der Frucht verlangt sie [die Weinpflanze] stärkere Hitze, die, wenn sie höher stiege, oder länger dauerte, die Pflanze gar bald a. müßte GWBN7,139,9 Weinbau Schema Frage, ob man sie [Puppen der Wolfsmilchraupe] durch stärkere Wärme, ohne sie zu tödten und auszutrocknen, in früherer Zeit zur Verwandlung bringen könne GWBN6,437,27 EntomologStudien Ihre Gentianen, schriftlich und ausgetrocknet, geben mir als Tableaux unter Glas immerfort zu denken GWBB31,307,36 Nees 5.11.18 K Die Luft, indem sie das Wasser in sich aufnimmt, trocknet [tierische Organismen] aus. Der Typus also, der sich in der Luft entwickelt, wird .. je weniger feucht sie ist, desto trockener inwendig werden GWBN8,20,2 VglAnatomie 4 entschloß ich mich die atmosphärischen Erscheinungen .. zu beobachten .. um zu sehen .. wie es sich mit dem Conflict der obern und untern [Luft-] Region, der austrocknenden und anfeuchtenden verhalte GWBN12,13,14 Wolkengest GWBB33,28,23 Zelter 3./11.5.20 uö 3 metaphor a iSv erstarren, empfindungslos werden, als Ausdruck einer emotionalen od geistigen Leere, meist PartPrät; nur in frühen Belegen1) Wenn Sie [Lotte] mich sähen .. in dem Schwall von Zerstreuung! Wie ausgetroknet meine Sinnen werden, nicht Einen Augenblik der Fülle des Herzens, nicht Eine selige thränenreiche Stunde AA77,16 Werth1 II [Fernando zu Stella:] Hauche in diesen ausgetrockneten, verstürmten, zerstörten Busen wieder neue Liebe, neue Lebenswonne, aus der Fülle deines Herzens! GWB11,156,2 Stella III Vier Thorenköpfe .. Ein beschäfftigter Mensch; zwar kleinlich und ängstlich beschäfftigt, hypochondrisch ausgetrocknet, durch Wollust entschnellkraftet GWB37,353,16 PhysiognFragm GWBB4,65,23 ChStein 25.9.79 b PartPrät iSv leblos, starr, als negatives Charakteristikum der byzantin Malerei Den Byzantinern standen die unschätzbaren Werke hellenischer Kunst vor Augen, ohne daß sie aus dem Kummer ihrer ausgetrockneten Pinselei sich hervorheben konnten GWB341,189,5 KuARheinMain Heidelbg vgl GWBauftrocknen GWBausdorren, ausdörren GWBeintrocknen verdorren vertrocknen zusammentrocknen zu 1 a versiegen zu 2 a GWBentwässern zu 3 a verlechzen verlechen zu 3 b mumisieren 1) pietistisch beeinflußten Wortgebrauch für den Werth-Beleg macht ALangen, Wortschatz des dt Pietismus, 21968,463, wahrscheinlichArmin Giese A. G.