Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
ausliegen
ausliegen
- ›draußen liegen, außerhalb des Hauses übernachten‹
- ›im Feld liegen, sich an einem Kriegsschauplatz befinden‹; Euphemismus zu 1
- ›auf etw. aus sein, auf der Lauer nach etw. liegen‹; von Kriegsschiffen: ›sich in Bereitschaftsposition befinden‹
- ›für etw. (z. B. die Befahrung) offenstehen, nicht eingezäunt sein‹
- ›brachliegen (von Feldern)‹.
- ›etw. unbehandelt lassen‹; je nach Bezugsgegebenheit unterschiedlich zu bestimmen, z. B. ›(Frevel) anstehen lassen, dulden; (Schulden) anstehen, unbezahlt lassen‹.
- ›unbezahlt, ungelohnt bleiben (z. B. von Diensten gesagt)‹.
- ›mangeln, fehlen, nicht zur Verfügung stehen (von Sachen gesagt)‹.
- ›ausstehen, noch nicht entrichtet sein (von Geldsummen, Zinsen usw. gesagt)‹; subst.: ›Außenstände‹.
- ›Außenstände haben (vom Gläubiger gesagt)‹.