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Ausgrabung

nhd. bis spez. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Ausgrabung

Ausgrabung

graben Vb. ‘Erde umwerfen, eine Vertiefung (im Erdboden) machen, einkerben, unter der Erde suchen, schürfen’. Das gemeingerm. Verb ahd. graban (um 800), mhd. graben, asächs. graƀan, mnd. mnl. grāven, nl. graven, afries. greva, aengl. grafan, engl. to grave, anord. grafa, schwed. gräva, got. graban (germ. *graban) gehört mit aslaw. grebǫ ‘rudere, grabe’, russ. grebú (гребу) ‘rudere, scharre zusammen’, älter auch ‘grabe, wühle, raffe an mich’, aslaw. pogrěbati, russ. pogrebát’ (погребать) ‘begraben, beerdigen’ zu einer Ausgangsform ie. *ghrebh-, die oft (wie bei Pokorny 1, 455) in zwei homophone Ansätze mit der Bedeutung ‘kratzen, scharren, graben’ sowie ‘ergreifen, erraffen, harken’ (s. grabbeln) aufgespalten wird, wobei zugegeben wird, daß zwischen beiden Ansätzen zum Teil nicht scharf zu trennen ist. Das Paradigma des germ. Verbs folgt nicht dem e-/o-Ablaut des ie. Ansatzes, sondern ist in die Ablautreihe germ. a/ō übergetreten. Zum Verb gehören Grab, Graben, Gracht, Grube; außerhalb der Ablautformen des Verbalparadigmas stehen die (zur alten ie. Ausgangsform stimmenden) Bildungen Gruft, Grubber und das Iterativum grübeln (s. d.). – ausgraben Vb. ‘durch Graben aus der Erde herausholen, durch Graben im Erdboden eine Vertiefung schaffen’, ahd. ūʒgraban (10. Jh.), mhd. ūʒgraben; dazu Ausgrabung f. ‘Freilegung (vor)geschichtlicher Funde’, Terminus der Archäologie seit dem 18. Jh. begraben Vb. ‘beerdigen, bestatten’, übertragen ‘aufgeben, nicht mehr davon sprechen’, ahd. bigraban ‘beerdigen’ (8. Jh.), mhd. begraben, auch ‘ziselieren, mit einem Graben umgeben’; Begräbnis n. ‘Bestattung, Beerdigung’, auch ‘Grabstätte, Gruft’, mhd. begrebnis(se) ‘Grabstätte’. Gräber m., häufig auch umlautlos Graber, ahd. grabāri (Hs. 13. Jh.), bigrabāri (10. Jh.) ‘Totengräber’, mhd. grabære, mnd. grāvēre; heute meist in Zusammensetzungen wie Gold-, Schatz-, Totengräber. Grabmal n. ‘am Grab aufgestelltes Erinnerungsmal’ (16. Jh.; zuerst in Luthers Bibelübersetzung), Zusammensetzung mit 2Mal (s. d.) in dessen Bedeutung ‘Zeichen’. Grabscheit n. ‘Spaten, Schaufel’, mhd. grabeschīt, seit dem Frühnhd. die fugenvokallose Form Grabscheit; zum Grundwort s. Scheit.
2169 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ausgrabung

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    graben Vb. ‘Erde umwerfen, eine Vertiefung (im Erdboden) machen, einkerben, unter der Erde suchen, schürfen’. Das gemein…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ausgrabung

    Goethe-Wörterbuch

    Ausgrabung 1 nomen actionis zu ausgraben 1 a N10,194,25 ArchitNathistProbl uö 2 nomen acti: freigelegte Funde Der eifrig…

  3. Spezial
    Ausgrabung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Aus|gra|bung f. (-,-en) 1 (in Bezug auf Leichen) esumaziun (-s) f. 2 (Ausschaufeln) escavaziun (-s) f. 3 (Funde) reperc …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ausgrabung

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ausgrabung

ausgraben + -ung

ausgrabung leitet sich vom Lemma ausgraben ab mit Suffix -ung, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von ausgrabung 2 Komponenten

aus+grabung

ausgrabung setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ausgrabung‑ als Erstglied (5 von 5)

Ausgrabungen, archäologische

Meyers

Ausgrabungen, archäologische , werden seit dem Ende des 18. Jahrh. systematisch unternommen, um unsrer Kenntnis früherer Kulturzustände ein …