Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
aufthun
aufthun , hinauf thun, empor thun, elevare, woraus zwei bedeutungen, des öfnens und auflegens, sich entfalten, jene bei weitem vorherschend. 1 1) aufthun, nnl. opdoen, pandere, aperire, wer eine kiste aufthut, hebt den deckel in die höhe, wer den mund aufthut, hebt die lippen empor. das ahd. uf tuon, alts. upp duan, mhd. ûf tuon hatten viel engere schranke, als unser heutiges wort, denn für öfnen galt das mit untrennbarer partikel gebildete ahd. anttoan, intoan ( Graff 5, 317. 318 ), alts. antduan, mnl. ondoen; ûftæte aperuisti erscheint zuerst in den Windberger ps. des 12 jh. ( Graff 5, 315 )…