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anrainen

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
6
Verweise raus
4

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

anrainen

anrainen

Rain m. ‘unbebauter Grasstreifen als Ackergrenze, begrenzende Bodenerhöhung’, ahd. rein (9. Jh.; auch in ahd. reinifano ‘Rainfarn, Heilkraut’, eigentlich ‘Grenzfahne’, wegen des hohen Wuchses und des doldenartigen Blütenstandes als Grenzzeichen angesehen, 9. Jh.), mhd. mnd. rein, mnl. rein, reen (nl. noch in reengenoot ‘Besitzer angrenzenden Landes’) und anord. rein(a) f., schwed. ren sind als Bildungen mit dem Suffix ie. -no- wohl vergleichbar mit mir. rōen ‘Weg, Bergkette’, bret. run ‘Erhöhung, Hügel’ und weiter mit lat. rīma ‘Ritze’, lit. raiveė͂, rieveė͂ ‘Rille, Riefe, Streif’, lett. rieva ‘Vertiefung, Falte, Furche’. Alle Formen dürften als unterschiedliche Ableitungen von der Wurzel ie. *rei- ‘ritzen, reißen, schneiden’ (zu der auch reif, Reihe und Riege, s. d., gehören) anzusehen sein. Die im Obd. schon seit ahd. Zeit übliche Schreibung mit -ai- setzt sich im 18. Jh. auf Gottscheds Vorschlag (in dem Bestreben, Homonyme orthographisch zu unterscheiden) allmählich durch (s. auch Laib, Laich, Saite, Waise). – rainen Vb. ‘ab-, umgrenzen, angrenzen, jmds. Feldnachbar sein’, ahd. (Hs. 15. Jh.), spätmhd. reinen; anrainen Vb. (16. Jh.); Anrainer m. ‘Nachbar, Anlieger’ (16. Jh.). Dazu wohl auch heute als zu reinigen, bereinigen (s. rein) gehörig empfundenes Feld-, Flurbereinigung f. ‘Festsetzung der Ackergrenzen, zweckdienliche Einteilung der Fluren, Felder, besonders Zusammenlegung von zersplittertem Landbesitz’ (19. Jh.); vgl. spätmhd. bereinen ‘abgrenzen’, schweiz. Berain ‘Verzeichnis der Grundstücke mit Beschreibung der Grenzen’.
1557 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Anrainen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Anrainen , S. Adelung Anreinen .

  2. modern
    Dialekt
    anrainenschw.

    Pfälzisches Wb.

     an-rainen schw. : ' angrenzen '. a. 1604: gueter mit deren anrainenden forchgenossen [Lgb. 120 Bl. 257 (FR-Tiefth)].

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit anrainen

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