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anmutung

nhd. bis GWB · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

anmutung f.

Bd. 1, Sp. 411
anmutung, f. postulatio, affectus, incitamentum: die eiferung ist ein verderblich anmütung und bewegung des gemüts [] oder begirde; darnach auf anmütung der Hunger ist er zu Regensburg auf ein schif gesessen, uf der Thonaw gen Ofen gefaren. Frank chron. 199a; der jud bewilligt ihr anmutung aufs fleiszigste auszurichten. Wickram rollw. 87b; dem ritter Galmyen war wenig an solcher anmutung (ausforderung zum kampf) gelegen. Galmy 72; dasz ihm den ersten ritt schier zu eng auf seinem gaul gewesen war, in wol halb gerewen war, dasz er dem ritter eine solche anmutung getan hett. das.; was bösen geists dir solchen rat geben hat, dasz du uns allen ein solche anmutung thun darfst. 164; wo ihr mit solcher schändlicher anmutung nicht nachlassen wollet. 222; dann es hat gott der allmechtig einem menschen ein besondere begirde, lust und anmutung zu einem ding mehr dann dem andern geben. Fronsp. kriegsb. 2, 1a; die freundlichkeit und anmutung (zuneigung) gegen den menschen sol auch got wol gefallen. Forer fischb. 95b; die weintrauben haben eine sondere anmutung zu den feigen. Sebiz feldb. 350; etliche bäume haben eine besondere anmutung zusammen. lustg. 89; natürliche anmutung zwischen dem granat- und myrtenbaum. 308; die liebe hab dann das herz dermaszen eingenommen, das sie zu beiden seiten auf gleiche anmutung, sitten, einmütigkeit und willen gegründet werde. Fischart ehz. 8; ire eigene und besondere anmutungen und neigungen. 18; alle christen haben böse anmutung nicht der bösen einfäll ubrig. Ringw. l. warh. 181; viel guter anmutungen verursachen. Spee tugendb. 73; zu andacht, mitleiden und dergleichen liebreichen anmütungen bewegen. 524; dan ja ein jeder mensch, dem gröszten könig gleich, hat der anmuhtungen und der begirden reich, die seine vernunft stets soll meistern, zu regieren. Weckherlin 515; geschmack für die musik und die besondere anmutung (neigung) für ein gewisses instrument. Wieland 3, 26; da sie nicht grund genug hatten, die unschuldige anmutung, welche sie für einander fühlten, der sympathie des blutes zuzuschreiben. 3, 199; jene lehrsätze, zu denen mein herz eine so besondere anmutung hatte. 3, 378; wenn der instinkt nicht betrüglich wäre, so würde ich geneigt sein, die anmutung, die ich beim ersten anblicke für sie empfand, für die stimme des blutes zu halten. 12, 152; die anmutung, welche ihm ihre ähnlichkeit mit ihm einflöszte. 14, 46; die für alles menschliche und also auch für die spiele der menschen einige anmutung haben. 24, 119; anfangs erstarrte der gouverneur über diese anmutung (forderung). Schiller 833; auf diese anmutung des wolwollenden, vorsorglichen mannes. Göthe 21, 184; nur da ich jedermann mit leib und seele in Norden gefesselt, alle anmutung nach diesen gegenden verschwunden sah, konnte ich mich entschlieszen einen langen einsamen weg zu machen. 27, 201; dasz er (Rousseau) zu blumen und pflanzen andere anmutungen gehabt als solche, welche eigentlich nur auf gesinnung hindeuteten. 58, 98; dasz er geschaffen sich in die tiefen der natur zu versenken, zu der oberflächlichen, wechselnden farbe wenig anmutung haben konnte. 53, 170; es waren örtliche beschreibungen von Luzern und von schweizerischen berggegenden, für den vaterländer nicht ohne anmutung. Ulr. Hegner 4, 178. weidmännisch, die anmutung (incitamentum) des wildschweins. weidwerksbuch 58a.
3358 Zeichen · 47 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    anmutungf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    anmutung , f. postulatio, affectus, incitamentum: die eiferung ist ein verderblich anmütung und bewegung des gemüts oder…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Anmutung

    Goethe-Wörterbuch

    Anmutung -th- 1 Verlangen, (Hin-)Neigung, innere Beziehung zu etw (jdm) iVbdg mit ‘an, nach, zu’ Nur da ich jedermann mi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit anmutung

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Ableitung von anmutung

anmut + -ung

anmutung leitet sich vom Lemma anmut ab mit Suffix -ung.

anmutung‑ als Erstglied (1 von 1)