Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
aneganc stM.
2 ‘Begegnung am Anfang eines Weges oder Unternehmens’ (dieser wird ein vorausdeutender Charakter zugesprochen), auch ‘Deutung, Bedeutung (dieser Begegnung)’ , vgl. Hwb. dt. Abergl. 1,409-435
3 ‘Angriff’
4 ‘Anwandlung, Berührung’
5 ‘Eintritt’
1 ‘Anfang, Ursprung’ verstandenhait ist ain anegangk der tugent und ain wurtz und ain ersteu weraitschaft alles löblichen [...] lebens HvHürnh 6,2; ungelaub ist maniger trifft / ane ganch und hant gift Teichn 203,2 2 ‘Begegnung am Anfang eines Weges oder Unternehmens’ (dieser wird ein vorausdeutender Charakter zugesprochen), auch ‘Deutung, Bedeutung (dieser Begegnung)’, vgl. Hwb. dt. Abergl. 1,409-435: sô geloubent etelîche [...] daz ein wolf guoten aneganc habe, der aller der werlte schaden tuot [...] unde daz ein gewîhter priester bœsen aneganc habe, an dem aller geloube lît PrBerth 1:264,22; daz iz niht eben lege [nicht gut wäre] , / er [der Hase] tet uns den ersten ane ganc ErzIII 56,243; [Moses] virbot allen anegang, / vogil vlug, stimme odir sang, / das da geloupte nieman an RvEWchr 15516 3 ‘Angriff’ sus hal von Segremorse des vreidegen stimme: / ‘uf mangem snellen orse sol ir aneganc [der Angriff auf sie] hie werden grimme / mit tjosten hel, daz in diu lid erkrachen / muͤzen [...]’ JTit 4614,2 4 ‘Anwandlung, Berührung’ swaz man dir [Maria] singet oder seit, / [...] ez lüftet sinne herze hô, / [...] / mit süezem anevange [La. anegange ] LobGesMar 26,9 5 ‘Eintritt’ der angang in die innern hailigkeit des vetterlichen hertzen wart im erlaubt HvNördlBrf 16,70
MWB 1 234,57; Bearbeiter: Schnell