Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Amethyst m.
Amethyst m.
Amethyst m. Halbedelstein von violetter Farbe. Mhd. ametiste, amatist, mnd. ammatist, ammetiste, mnl. ametist, nl. amethist gehen über Vermittlung von gleichbed. afrz. ametiste, amatiste (frz. améthyste f.) auf lat. amethystus, griech. améthystos (ἀμέθυστος) f. zurück. Das griech. Wort ist die substantivierte Form des negierten Verbaladjektivs ‘nicht trunken machend, dem Rausch widerstehend, nicht berauscht’ zu griech. methýein (μεθύειν) ‘vom Weine berauscht, trunken sein’ bzw. methýskein (μεθύσκειν) ‘berauschen’, die sich an griech. méthy (μέθυ) ‘Wein’ anschließen, das mit Met (s. d.) verwandt ist. Benannt ist der Amethyst nach der hellvioletten Farbe eines stark verdünnten und deshalb unschädlichen Rotweins. Hieraus ergab sich der Aberglaube, daß er, am Körper getragen, gegen Trunkenheit schütze.