Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
affaltar
cher nachzuweisen, ahd. affaltarAWB m. a-St. (Gl. 2,
159, 5; 8.–9. Jh.)
‚Apfelbaum‘mit folgenden Va-
rianten, die nicht immer eindeutig auf die zwei
Stammklassen zu verteilen sind: affol-, affal-,
af(f)el-, ap(p)hol-, aphal-, ap(p)hel-, apfol-, apfal-;
-t(e)r(a), -d(e)r(a). Wie die Mehrzahl der über-
kommenen Schreibungen nahelegt, gehen sie
auf eine germ. Grundform mit -p- zurück, das
– vom folgenden -l- durch Vokal getrennt –
auch westgerm. keine Gemination erlitt, also <
urg. *apul-drō (s. E. Sievers, PBB 5 [1878], 525;
Brugmann, Grdr.2 I, 2 § 807; Kluge, Urgerm.3
§ 159), im Gegensatz zu ahd. apful (< *ablu-)
mit westgerm. Konsonantengemination; durch
Angleichung an ahd. apful (mit [pf]) entstan-
den dann Kontaminationen wie apfoltra u. ä. (s.
Braune, Ahd. Gr.13 § 132 Anm. 4); über o für äl-
teres u s. Schatz, Abair. Gr. § 43; doch ist die
ahd. Vokalfärbung in Mittelsilben vor l oft
schwer zu beurteilen, s. Schatz, Ahd. Gr. § 98. –
Mhd. heißt es meist affalter, apfalter, nhd. in
Mdaa. Affalter (s. u.).