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aeuszerlich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

äuszerlich

Bd. 1, Sp. 1035
äuszerlich, exterus, externus, nnl. uiterlijk, mhd. ûʒerlîch (pass. K. 320, 15), bei Keisersberg noch uszerlich, auszerlich, (has im pf. Bb 4d), bei Luther euszerlich: an den euszerlichen gescheften im hause gottes. Neh. 11, 16; wer wil sagen, was er verdienet, wenn mans euszerlich ansihet. Hiob 21, 31; wenn das herz traurig ist, so hilft kein euszerliche freude. spr. Sal. 14, 10; das reich gottes komt nicht mit euszerlichen gebärden. Luc. 17, 20; ob unser euszerlicher mensch verweset, so wird doch der innerliche von tag zu tage verneuert (goth. þauhjabai sa utana unsar manna fravardjada, aþþan sa innuma ananiujada). 2 Cor. 4, 17; da wir kinder waren, waren wir gefangen unter den euszerlichen satzungen. Gal. 4, 3; euszerliche heiligkeit. Ebr. 9, 1; ein innerliches weib, ein äuszerlicher mann. Logau 1, 10, 13; wer an frömmigkeit kleiner und an reichthumb gröszer ist als der andere, der ist dem äuszerlichen ansehen nach zwar reich, aber in sich selbst arm. pers. rosenth. 7, 20; man betreugt die euszerliche sinn und betreugt ihren verstand, darnach man einem ein brill aufsetzt. Lehmann 106; wir können unsern kindern die äuszerlichen fehler des übelstandes nicht leichter abgewöhnen, als wenn wir ihnen solche vor den augen nachahmen. Rabener 1, 90; das herz bilden, ohne das äuszerliche zu verabsäumen. 6, 12; sorgfältige bildung des äuszerlichen. Gotter 2, xiv; die härte der seele bei äuszerlicher geschmeidigkeit und sanftmut. 3, 9; Saturn der äuszerlichste unter den wandelsternen. Kant 8, 260; bei dem hiesigen theater sind mehrere subjecte, die ein recht gutes äuszerliches haben. Göthe an Schiller 796; nach den natürlichen begriffen der äuszerlichen gerechtigkeit. Lichtenberg 3, 171. Man sagte früher sich äuszerlich stellen, sich fremd und kalt benehmen: stell dich auszerlich und dapferlich (fremd und derb). Keisersb. siben scheiden 7; die landherrn die haben sich gegen uns gstellt lang gar euszerlich. Ayrer 165b; der auserwelte held sich gegen mir so euszerlich stellt. 168b; er stellt sich gegen uns gar äuszerlich, infrequens est nobis. Steinbach 1, 51.
2112 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    äuszerlich

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    äuszerlich , exterus, externus, nnl. uiterlijk, mhd. ûʒerlîch ( pass. K. 320, 15), bei Keisersberg noch uszerlich, ausze…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aeuszerlich

6 Bildungen · 1 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von aeuszerlich 2 Analysen

aeuszern + -er + -lich

aeuszerlich leitet sich vom Lemma aeuszern ab mit Suffixen -er und -lich, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: auszer+-lich

aeuszerlich‑ als Erstglied (1 von 1)

äuszerlichkeit

DWB

aeuszerlich·keit

äuszerlichkeit , f. mhd. blosz ûʒerkeit ( pass. K. 400, 43): darumb ist dir not, das du in dich selber gekeret seiest und dich allain haltes…

aeuszerlich als Zweitglied (3 von 3)

unäuszerlich

DWB

unau·s·zerlich

unäuszerlich , veraltetes adj. adv. der rechtssprache, heutigem unveräuszerlich entsprechend, nicht gegentheil von DWB äuszerlich , sondern …

unveräuszerlich

DWB

unver·aeuszerlich

unveräuszerlich , adj. adv. , üblicher als das vorige. für inalienabel Kinderling, Campe. schwed. oförytterlig: die höchste gewalt ..., welc…

veräuszerlich

DWB

ver·aeuszerlich

veräuszerlich , adj. was veräuszert werden kann. findet sich in den älteren wörterbüchern nicht, erst in denen dieses jahrhunderts. häufiger…

Ableitungen von aeuszerlich (2 von 2)

unäuszerlich

DWB

unäuszerlich , veraltetes adj. adv. der rechtssprache, heutigem unveräuszerlich entsprechend, nicht gegentheil von DWB äuszerlich , sondern …

veräuszerlich

DWB

veräuszerlich , adj. was veräuszert werden kann. findet sich in den älteren wörterbüchern nicht, erst in denen dieses jahrhunderts. häufiger…