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nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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7

Eintrag · Rheinisches Wb.

ablecken

Bd. 5, Sp. 274
ab-lecken: 1. etwas a., durch Lecken entfernen, reinigen; dem hät et secher got geschmack, de leckt sech et Maul (de Leffern, Fengern) ob Saar, Allg.; den lekt sech de Fengere bis on de Elebogen ob Trier. RA.: De Knoche a. mösse keine Kirmes haben Düss-Volmerswerth. Mer wellen et an de Balke schrive (die Forderung), wo Geissten (Ziegen) an Kälver et nit a. Köln-Stdt. Den schmiert em Brei um de Bort un leckt en selfs widder of er bemüht sich übermässig u. kriechend um die Gunst des andern Koch. Der leck en Fleg em Sem (Obstgelee) af er ist sehr geizig Dür-Gürzenich. Dat leckt em kan Hond mih af das kann keiner ändern May-Kollig. Der Blasse, Magere sieht us wie en afgeleckt Kiesbröck, –botterramm, –stöck, –tart, en afg. Botterschmier Allg., — enen afg.ə Häreng Kref; du siehs us, wie en afg. Kiesschmack Dür-Abenden; de es esu ferdig (erledigt) wie en afg. Kässtöck Sieg-Süchterschd; du afg. Kässtöck, –gesech, afg.ə Krutbotter! Schimpfw. für eine abgelebte Person Allg. Hosses, Kenger, Pupp (Kot) am Fenger, afg., het got geschmeck! zu Kindern MGladb-Mülfort. Kattollsche Mops, hat Dreck am Kopp, hat afg., hat got geschmeckt! MGladb-Rheydt. Ein Kind, das merkt, dass man seiner Aussage nicht glaubt, reisst sich flink mit der rechten Hand ein Haar aus, benetzt die Oberfläche dieser Hand u. fragt bedeutungsvoll: Händschen a.? Höərken opfreəte? Kemp, Heinsb. — 2. ein Mädchen, sich a., abküssen Allg. RA.: Ech well kei ofg. Botterschmeər will keine heiraten, die mit andern Umgang hatte oder schon verheiratet war; en ofg. Kiesschmier ein Mädchen, das sich von jedem küssen u. gebrauchen liess Mosfrk, Verbr. Der Frömmler leck dem Herrgott de Ben af Bo.
1679 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ablècken

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Ablècken , verb. reg. act. durch Lecken wegschaffen. Den Zucker ablecken. Ingleichen, mit der Zunge reinigen. Den Teller…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ablecken

    Goethe-Wörterbuch

    ablecken [ Altmayer: ] du fängst schon an die Lippen abzulecken. | [ Frosch: ] Gut! wenn ich wählen soll, so will ich Rh…

  3. modern
    Dialekt
    ableckenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ab-lecken schw. : 1. 'durch Lecken entfernen', z. B. Brotaufstrich, ablecke [allg.]; vgl. abschlecken 1. RA.: Sich die F…

  4. Sprichwörter
    Ablecken

    Wander (Sprichwörter)

    Ablecken Löck af on schöck wîder. ( Königsberg. ) – Frischbier, II, 17.

  5. Spezial
    ablecken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ab|le|cken vb.tr. leché jö.

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Wortbildung

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