Eintrag · Rheinisches Wb.
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zwingen I das Wort, ahd. dwingan, mhd. dwingen, twingen, mnd. dwingen, ist allg. verbr., doch dürfte es zumindest im Rip, wo die Lautgruppe dw- in der Regel zu kw- geworden ist (vgl. Zwerg/Querg), nach dem Nhd. eingelautet sein (vgl. die Verbr.-Verhältnisse etwa bei quängeln unter Quange); vielfach wird es als fremd empfunden; Lautung Rhfrk, Mosfrk, Rip tswiŋə(n), –e-, –·ŋ.- [um Trier, Prüm, Rip hier u. da -ø-, --; Saarbg-Kahren, Wittl-Dörb, Bitb -a-; Aden-Herschb, Malm-Wallerode, Prüm-Heckhuschd -ǫ-]; Nfrk twiŋən, –e- [dw- Geld-Straelen, Mörs-Xanten, Emmerich], Prät. (soweit bezeugt) -o·ŋ.; Part. -o·ŋ., –·ŋə(n) st.: 1.a. einen zw., etwas zu tun Allg.; wenn de net wells, dann zw. ech dech Rip, Allg.; tw. lot ek mek net Elbf, Allg.; de kammer nit zw., dat Stöck ze verkofe Rip, Allg. RA.: Me kann den Esel (Oss, dat Kalf, Perd) an et Water tw., mer nit, dat he süpt (u. ä.) Mörs-Xanten, Nfrk, Rip; mer k. den Iəsel schlen (schlagen), avver nöt zw. Merz-Nunk. Et es besser, jongk on't Heirode gesprongen, os wie alt derzu gezwongen Prüm, WEif, Trier. — b. etwas zw., erzwingen Allg.; he ment, hä könn och alles met sengem Geil Geld) tw. Wermelsk. RA.: Et Glöck ka mer net zw. Bo-Lengsd, Allg. Getwongen Eid ös Gott leid Mörs, Aach, MGladb. — c. bewältigen. α. einen; den kann ich nit zw. der ist mir zu stark, zu mächtig Rip. RA.: Met Fökeln (Streicheln) ka men nen Ossen tw. Sol. En Jong (Mann) wie en Faust (Laus, Mus) zw. en Fraumensch (Mädchen) wie en Haus Verspottung eines schmächtigen Mannes Mosfrk, Sieg-Rhöndrf. — β. etwas; der Stan kann ech net zw., den moss ech leie losse May-Trimbs, Allg.; dat es net ze zw.; dat zw. ich net geht über meine Kräfte Aach, Verbr.; de kann zwölf Brut zw. Bo-Meckenh. RA.: He es, as wenn he de ganze Welt tw. kös (könnte) Mörs. — d. sich bezwingen, beherrschen he kos (konnte) sech nit tw. (neben betw.) Mörs. — e. sich tw., hindurchzwängen, durch ein enges Loch (udgl.) Mörs. — 2.a. ohne Appetit etwas hinunterzw., hineinessen; jet ere-, eronderzw. Dür-Birgel, Düss-Stdt, Geld-Nieukerk. — b. sich zw., ringen, von Knaben Saarbg-Kahren, Wittl-Dörb, Prüm-Heckhuschd Reuth, Malm-Wallerode, Aden-Herschb.
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Dialektzwingen I
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Cotta, M. (2026). „zwingeni". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zwingeni/rhwb?formid=Z03315
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Cotta, Marcel. „zwingeni". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zwingeni/rhwb?formid=Z03315. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „zwingeni". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zwingeni/rhwb?formid=Z03315.
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