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Zesen

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Zesen

Bd. 20, Sp. 904
Zesen, Philipp von (Caesius), deutscher Dichter. geb. 8. Okt. 1619 in Priorau bei Dessau, gest. 13. Nov. 1689 in Hamburg, studierte in Wittenberg und Leipzig und beschäftigte sich vorzüglich mit Philologie, Dichtkunst und deutscher Sprache. Seit 1641 hielt er sich größtenteils in Hamburg, außerdem aber mehrmals für längere Zeit in Holland auf. Ohne öffentliches Amt, ein mannigfach bedrängtes Literatendasein führend, wußte er sich doch bei einem Teil seiner Zeitgenossen in hohes Ansehen zu setzen. Sein Hauptbestreben war auf die Vervollkommnung und Reinigung der Muttersprache gerichtet, zu welchem Zweck er schon 1643 die Deutschgesinnte Genossenschaft (s. d.) gestiftet hatte, in der er den Namen des Färtigen (Fertigen) führte; freilich ging er in seinem Eifer zu weit und zog sich viel Spott und Tadel zu. Die Zahl seiner poetischen, kritischen, satirischen und moralischen Werke beträgt über 70. Sein bestes Werk ist der Roman »Adriatische Rosemund« (Amsterd. 1645; Neudruck von Jellinek, Halle 1899), worin die Trennung zweier Liebenden wegen der Verschiedenheit ihres Glaubensbekenntnisses dargestellt ist; ihm folgten einige Übersetzungen französischer Romane und nach langer Pause die Originalwerke: »Assenat« (Nürnb. 1679), die Geschichte Josephs poetisch behandelnd, und der schwächere »Simson« (das. 1679). Eins seiner bessern Gedichte, das einen Teil seiner Lebensgeschichte erzählt, ist »Priorau oder das Lob des Vaterlandes« (Amsterd. 1680). Außerdem hat er einige gute Lieder gedichtet. Eine Auswahl aller seiner Dichtungen gibt Müllers »Bibliothek deutscher Dichter des 17. Jahrhunderts«, Bd. 13 (Leipz. 1837). Sein »Hochdeutscher Helikon« (zuerst 1640), eine Anleitung zur Poesie und Metrik, war für jene Zeit nicht ohne Wert. Von seinen sprachwissenschaftlichen Werken ist hervorzuheben die »Hochdeutsche Sprachübung« (Hamb. 1643). Vgl. Gebhardt, Untersuchungen zur Biographie P. Zesens (Dissertation, Straßb. 1888); Dissel, Philipp von Z. und die Deutschgesinnte Genossenschaft (Hamb. 1890); Cholevius, Die bedeutendsten deutschen Romane des 17. Jahrhunderts (Leipz. 1866).
2102 Zeichen · 36 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zesenst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    zesen , st. M. Vw.: s. zesem (1)

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zesen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Zesen , Philipp von, latinis. Caesius , Dichter u. Hauptvertreter der von ihm gestifteten deutschgesinnten Genossenschaf…

  3. modern
    Dialekt
    zesen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    zesen s. zissen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zesen

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

zesen‑ als Erstglied (4 von 4)

Zesenbram

MeckWB

zesen·bram

Zesenbram m. 1. Ährenminze, mentha spicata: Zeesbraam Mentha viridis Niem. Idiot. 28; Zesenbraam Mentha viridis E. Boll Flora 41; 'Zesenbrah…

Zesen (Caesius), Phil. v

DWBQVZ

--- Assenat; das ist derselben, und des Josefs heilige stahts- lieb- und lebens-geschicht. Nürnberg 1672 . ---

zesende

BMZ

zesende swv. sende aus einander, zertheile. alsô si zusant wurden myst. 158,27. zusante sîne aposteln in alle di lant das. 24,7. — dehein fi…