Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zersingen verb.
zersingen , verb. , durch singen beschädigen, zerstören; 1) in spottliedern angreifen: es sei gnug am tage, weil er ( der papst ) durch so viel schrift, bcher, zeddel so zuscholten, zuschrieben, zusungen, zutichtet, zumalet und auf alle weyse geschendet sey, dasz man yhn wohl kenne Luther 19, 42 W.; allzuviel loblieder singen: hie mus sich gott lassen recht martern und hOeren, wie sie in zuloben und zusingen 53, 440 W.; jem. vernichtend übersingen: ich zersinge dich, bis du es aufgiebst J. H. Vosz Theokrit (1808) 5, 22 ; 2) fachausdruck für die formzerstörung des volksliedes: als er ( A. v. A…