Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
wr
wr- ; die germ. anlautverbindung wr-, im got. unverändert bewahrt, verliert im ahd. ( mit verschwindenden ausnahmen bereits vor den ältesten denkmälern ) ihr anlautendes w ( Wilmanns dt. gramm. 1 , § 119; Braune ahd. gr. 8 § 106 und anm. 1), zufrühest im bayer., im norden aber nicht das mfrk. und as. ( nd. ) erreichend. die wörter mit anlautendem wr- in der dt. schriftsprache sind daher mfrk. oder nd. herkunft. — der schwund des w in dieser verbindung begegnet auch, unabhängig von der hd. südnördlichen ausbreitung, in anderen germ. sprachen. w fällt vor r im isl. des 11. jhs. ( im 10. jh. nach…