Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
wörtlein n.
wörtlein , n. , in verkürzten nebenformen mundartlicher herkunft wörtli, wörtle, wörtel, wörtl, deminutivbildung zu wort. seiner bildung nach obd. ursprungs neben ursprünglich md. wörtchen ( s. d. ). häufig schon im mhd und im älternhd. sehr verbreitet, gibt wörtlein seit dem späten 17. jh. seine vorrangstellung in der schriftsprache an wörtchen ab, gewinnt aber im 19. jh. wieder an boden, namentlich in poetisch gehobener sprache. mhd. stehen nebeneinander wörtelîn, wortelîn, wörtlîn, wörtelî, wörtlî, wörtel, wortel, zu den nachweisen in den mhd. wbb. vgl. noch wOertelin Tauler 54, 17 V., wOer…