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Wilhelm

nhd. bis sprichw. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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17 in 12 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Wilhelm

Bd. 9, Sp. 518
Wilhelm wilhęləm, seltener wel- [wilęl(ə)m, wel- Allg.; wilęrəm, wel- Dür-Pier, Barm; welhęlməs Sol] (); meist Kurzf. wiləm, –e-, we·l.əm, [-ø- NSaarbg, Trier, WBitb, Monsch], we·l.əm, –χə, –kə u. wi·l., –e-, –lχə, –kə u. wi·l.i, wi·l.əman (kosend) Allg.; wi·m. Saarbg-Wellen, Düss, Mettm, Ruhr, Heinsb; -e- Mörs [wim u. fim u. wif Gummb-Berghsn; wyməsχə Heinsb; wikə ebd.]; hęlməs veralt. Koch, Kobl, Daun, Neuw, Rip, Berg, SNfrk [lEm MülhRh-Bensbg]; γilei  (nach frz. Guillaume) Eup m.: 1. der häufige männl. Rufn.; beliebte Doppelnamen Jann-, Ja-, Janneswellem nach dem Herzog von Berg im Berg, heute veralt.; Friedrichw. Verbr.; Petterw. Dür; Karlw., Kaw. NBerg, Bergh-Hüchelhv; W.Henner (Heinrich) Neuw-Datzeroth; Görgw. Neuw-Hardert. — Neckverse: Welm, Schelm, Schotteldreier (-dreher) hät de Fott (Gesäss) voll gele Eier! Mörs-Neuk, — hät de Täsch v. g. E.; g. E. mag hei niet, witte E. krieg hei niet! Mörs-Vennickel. W., dau bist e Limmel; et schad der gar Krimmel! Bernk-Hottenb. W., W., W., du kös nit en der Hemmel, du häs Marie gebützt (geküsst) möt denger Ferkesschnütz! Monsch-Vossenack, Dür-Bergst. Mär W., wat has du för e Bötzchen (Hös'chen) an; dat ös net grön, net brung; dat treck mär us, dat hat jo ke Fazung! Monsch-Strauch. W., W., Zuckerstill! Kobl-Bendorf. Willi, W., Witschelchen, holl de Geiss an de Bretschelchen (Schwänzchen), loss de Hahn gohn, er hat der neischt dedohn! Saarl-Dilling. W., Kattilli, Katia, Kattilli, Katia, Katumme, W. is dumm! Elbf. Wimm, Pimm, Pappendreier, hät de Bocks vull gele Eier ... s. o. Dinsl-Gahlen. Welm vo Selm (Bitb-Sülm) setzt hanner de Heck, zabbelt un babbelt (brabbelt) fir e gut Steck Weck! Bitb-Speicher, Trier-Schleidw. Decker Welm von Ulkebach (Wittl-Olkenb), hot Finster un Dach, hot k. F. un Dir, setzt der d. W. dovir! Wittl. Willem van Drillem hät Fickes'cher feil; h. he kein Ställchen, bönd he se ant Seil! Altk-NFischb. Welhelmes von der Sauel, den Ellebog dor de Mauen (Ärmel), de Horen d. den Hut, dat düht W. gut! Mörs. — RA.: A.: Wen wor dat? B.: Niemes W. Kemp-Dülken. De frett wie de isern Welm Barm. De spellt (markiert) den decken W. benimmt sich protzig, tritt nobel auf, ist hochmütig Rip, Berg, SNfrk, Wesel. He hängt den feinen W. erut ist üppig gekleidet Sol-Gräfr. Wilm Tell markieren für andere bezahlen (im Wortsp. zu tällen »zählen«) Ess-Altenessen. Hönger (hinter) den Hongk, sät Muschenijer (Dür-Morschenich) Welm! abschläg. Antw. Bergh-Blatzh. Wann nemmen (nur) de gode Wellemchen (im Wortsp. zu Wellen »Willen«) do wär der gute Wille Bitb-NWeis. Der Wilhelmes bloəse sich herausfordernd benehmen (das Trutzblasen des »Wilhelmus van Nassouwen«?) Eup. — 2. übertr. a. persönl. α. verächtl. Ferkeswelm unsittl., roher Mensch Dür-Pier, MGladb; Helmes Flöck täppischer M. Neuw-Bruchhsn; dawer Helmes Schwerhöriger od. einer, der nicht hören will Simm; deutse W. Mensch mit langer Nase Klev. — β. scherzh. Monds Willem der Mann im Mond oder der Vollmond selber Altk-Fischbacherhütte Steckelb, Gumm-Hesselb Pernze; Brögge W. MülhRh-Bensbg; der Wilhelm Sieg-Hangelar; et Wilhelmke Erk-Geneiken. — γ. Willem scherzh. Spatz Kreuzn-Hergenf. — b. sachl. α. e Wellemchen (-ke) ehemaliges Zweipfennigstück, urspr. Centstück aus Holland Westerw, Siegld, Berg, RRip, Rheinb, Köln, Grevbr, Neuss, Kref, Mörs; ene Wellem Dreimarkstück mit Kaiserbild (veralt.) Geld-Straelen. — β. in der Wend.: Wenn ou (Euch) dann de Kopp noch wat steiht liken (gleich), künnt gei ouk en paar Berliner Willemkes drounerstriken (Sinn?) MülhRuhr. — γ. Wellem scherzh. αα. falscher Zopf Gummb-Forst, Lennep, Elbf, Mettm, Düss, Kemp. — ββ. Wärmflasche Lennep-Radevormwald. — δ. de flöcke Matteswellem Diarrhöe Dür-Pier.
3782 Zeichen · 122 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wilhêlm

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Wilhêlm , ein ursprünglich Deutscher männlicher Taufnahme, Lat. Wilhelmus, Guillielmus; im weiblichen Geschlechte mit ei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wilhelm

    Goethe-Wörterbuch

    Wilhelm [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wilhelm

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Wilhelm , Graf von Holland, geb. 1227, wurde 1247 als deutscher König Friedrich II. entgegengestellt, blieb 1256 gegen d…

  4. modern
    Dialekt
    Wilhelm

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Wilhelm Willem männlicher Vorname; im Neckreim: Wilhelm, Kik den Schelm! Wo. V. 4, 295; volkstümlich auch in Wilhelm Tel…

  5. Sprichwörter
    Wilhelm

    Wander (Sprichwörter)

    Wilhelm 1. Alles, was Wilhelm heisst, hat ein kümmerlich Ende. ( Fries. ) 2. Welhelmes von der Sauel, den Ellenbog dôr d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wilhelm

48 Bildungen · 48 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wilhelm 2 Komponenten

wil+helm

wilhelm setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wilhelm‑ als Erstglied (30 von 48)

Wilhelmbaum

RhWB

wilhelm·baum

Wilhelm-baum Meiderich m.: im Brückensp.: Der W., der W., mit Gold un Silwer beschlage; da krup mal dadurch (2 mal), der letzte muss bezahle…

Wilhelm der Eroberer

Herder

Wilhelm der Eroberer , geb. 1027, natürlicher Sohn Roberts II. von der Normandie und der Kürschnerstochter Arlete aus Falaise, folgte 1033 s…

Wilhelmdor

Meyers

wilhelm·dor

Wilhelmdor , Goldmünze der Pistolengattung: in Braunschweig zu 5 Taler Gold, 21 1 / 2 karätig = 16,62 Mk., auch doppelt und halb; in Kurhess…

Wilhelm III

Herder

Wilhelm III . von Oranien , seit 1688 auch als König von Großbritannien u. Irland Wilhelm III., geb. 1650, Sohn des Prinzen Wilhelm II. von …

Wilhelminasoord

Meyers

Wilhelminasoord , Armenkolonie bei Steenwijk in der niederländ. Provinz Overyssel, s. Arbeiterkolonien , S. 681.

Wilhelmiten

Herder

wilhelmi·ten

Wilhelmiten , Name eines hinsichtlich der Zahl der Mitglieder bedeutenden, aber weiters fast unbekannten Mönchsordens, gestiftet vom Herzog …

Wilhelm IV

Herder

Wilhelm IV. , Landgraf von Hessenkassel von 1547—92, Sohn Philipps des Großmüthigen, beschäftigte sich viel mit Astronomie; seine Beobachtun…

Wilhelmsbad

Meyers

wilhelm·s·bad

Wilhelmsbad , 1) Bade- und Vergnügungsort im preuß. Regbez. Kassel, Landkreis Hanau, unweit des Mains und an der preußisch-hessischen Staats…

wilhelmsbart

DWB

wilhelm·s·bart

wilhelmsbart , m. , ein vollbart mit ausrasiertem kinn, wie ihn kaiser Wilhelm I. trug: einen kurzen blonden wilhelmsbart Fischer denkw. u. …

Wilhelmsdorf

Meyers

wilhelm·s·dorf

Wilhelmsdorf , 1) Dorf im württemberg. Donaukreis, Oberamt Ravensburg, 618 m ü. M., wurde 1824 als Kolonie der Kornthaler Brüdergemeinde geg…

Wilhelmshaven

Meyers

wilhelm·s·haven

Wilhelmshaven (hierzu der »Plan von Wilhelmshaven«), deutscher Kriegshafen und Stadt im preuß. Regbez. Aurich, Kreis Wittmund, am Jadebusen …

Wilhelmshöh

MeckWB

Wilhelmshöh f. Name eines Ausflugslokals bei Ro Warn ; zum Schlaftrunkenen: büst du nu in Wilhelmshöh? Kühl.

Wilhelmshöhe

Meyers

wilhelm·s·hoehe

Wilhelmshöhe , Schloß mit Parkanlagen und berühmten Wasserkünsten am Ostabhange des Habichtswaldes, 4 km westlich von Kassel und mit diesem …

Wilhelmshöhe

Herder

Wilhelmshöhe , kurfürstl. prächtiges Lustschloß, 1 St. von Kassel, mit Parkanlagen und Wasserkünsten, wie sie sich in Deutschland sonst nirg…

Wilhelmsmorgen

PfWB

wilhelm·s·morgen

Wilhelms-morgen m. : FlN; amtl. Wilhelmsmorgen [ KU-Rutsw/L ], mda. Willemsmoʳje [ KU-Rutsw/L ]. a. 1763: auff dem Willems Morgen [Kurpf. 16…