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wift

ae. bis nhd. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wift m., f., n.

Bd. 29, Sp. 1638
wift, m., f., n. , faden, gewebe, honigwabe. ahd. giwift, mhd. wift; vgl. ags. wift, f., wefta (bildung auf -tan-), weft (geschlecht nicht zu erkennen), engl. weft; anord. veftr, veptr, m. (vermutlich urspr. -tu-bildung), vipta, f., norw. veft, m.; schwed. väft. das von der idg. wurzel *ebh- 'weben, flechten, knüpfen' mit -ti-suffix abgeleitete wort (Pokorny idg. etym. wb. 1114) verhält sich zu weben wie gift zu geben. die bezeugung, die (zunächst mit präfix ge-) m 12. jh. einsetzt, ist in nhd. zeit äuszerst spärlich. der anwendungsbereich des wortes dürfte deshalb lokal und fachsprachlich eng begrenzt gewesen sein. 11) auszugehen ist wohl von einer ursprünglichen bedeutung 'einschlagfaden eines gewebes', aus der sich entwickelt hätten: a) gewebe: textura giuuift (12. jh.) ahd. gl. 4, 101, 39 St.-S.; wäft, f., ein sprichwörtlich feines gewebe Kramer Bistritz 136. b) feiner faden: ez (das gewand) was von sîden geweben mit kleinougen (nach teil 5, sp. 1107 kleinvüegen zu lesen) wiften Servatius 527 in: zs. f. dt. altertum 5, 93; vil weniger ist zu gedulden ..., dasz etliche ... zu dergleichen würckung mit faden oder wifft von solcher gespunst die hembder nähen lassen und antragen Maxim. i. Bayern landgebott wider abergl. (1611) 21; wäft, f. Kramer Bistritz 136; m. Haltrich siebenb.-sächs. 24a. 22) übertragen 'honigwabe' (dazu wiftig, s. d.): der binen honic und ir wift kument von süezer reinikeit Hugo v. Trimberg renner 22 612 lit. ver. mundartl.: wiffte honigwabe Schmeller-Fr. bayer. 2, 865. anders: wift, immenwift heiszt in einigen immenbüchern der immendreck, der von dem wachs ausgemacht wird Overbeck gl. melitt. (1765) 97.
1687 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    wiftst. F. (i)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    wift , st. F. (i) nhd. Einschlag Hw.: s. wefan, weft E.: germ. *wefti-, *weftiz, st. F. (i), Einschlag, Gewebe; germ. *w…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wiftstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    wift stm. faden, gewebe. Gr. 2, 195. 3,463. Schmeller 4,37. eʒ ( das gewand ) was von sîden geweben mit kleinougen wifte…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wiftm., f., n.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wift , m., f., n. , faden, gewebe, honigwabe. ahd. giwift, mhd. wift; vgl. ags. wift, f., wefta ( bildung auf -tan-), we…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wift

9 Bildungen · 5 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

wift‑ als Erstglied (5 von 5)

wiften

Lexer

wif·ten

wifen , wiften swv. waʒ ob sî der schuolemeister wifte? Neidh. 241,9. vgl. wif.

Wifteⁿ I

Idiotikon

Wifteⁿ I Band 15, Spalte 662 Wifteⁿ I 15,662

Wifteⁿ II

Idiotikon

Wifteⁿ II Band 15, Spalte 662 Wifteⁿ II 15,662

wiftig

DWB

wif·tig

wiftig , wüftig , n. , mit dem suffix der kollektiva ( ahd. -ahi) von wift 2 abgeleitet, die honigwaben in einem bienenstock bezeichnend: fe…

wiftunga

KöblerAhd

wift·unga

wiftunga , st. F. (ō) nhd. „Webung“, Gewebe ne. web ÜG.: lat. textum Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lüt. lat. textum? E.: s. wiften

wift als Zweitglied (3 von 3)

giwift

KöblerAhd

giwift , st. F. (i) nhd. Gewebe, Stoff ne. tissue, cloth ÜG.: lat. materies Gl, textum Gl, textura Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lüt. lat. textura…

honecwift

KöblerMhd

honec·wift

honecwift , st. N. nhd. Honigwabe Hw.: s. honecwap, honecwabe E.: s. honec, wift W.: nhd. DW- L.: Lexer 92b (honecwift)

spetwift

DWB

spet·wift

spetwift , -wist , f. : von der spetwift. spectabificus haiʒt ain spetwift und ist ain slang. Megenberg 280, 2 f. ( var. spetwist); spectabi…

Ableitungen von wift (1 von 1)

gewift

DWB

gewift , gewîft , participiales adjectiv, vgl. oben geweift sp. 5433. in mitteldeutschen und oberdeutschen mundarten ist diese participialfo…