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gewift

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gewift

Bd. 6, Sp. 5799
gewift, gewîft, participiales adjectiv, vgl. oben geweift sp. 5433. in mitteldeutschen und oberdeutschen mundarten ist diese participialformbald mit kurzem, bald mit langem (hier wol secundär verlängertem) stammvocalfür die bedeutung gewiegt, gewandt belegt, wofür niederdeutsche mundarten die form gewipt buchen lassen vgl. gewipt Schambach 63b (et is en gewipten kerel). während dem letzteren das verbum wippen (s. d.) zu grunde liegt, geht gewift von einer nebenform zu mhd. wîfen, weifen aus (vgl. Lexer 3, 879), für die vielleicht in einem vereinzelten belege aus Neidhart (waz ob sî der schuolemeister wifte) in lautlicher und formeller beziehung ein anhalt gegeben ist. beide verba wippen und wîfen (wifen) stimmen jedenfalls zu vibrare. die bedeutungsentwicklung stellt gewift ungezwungen in engste berührung mit gewiegt s. o. ob die formen wiff, wief, schmuck, sauber (vgl. Schöpf in deutschen mundarten 3, 103. Lexer Kärnt. wb. 257. Schmeller 22, 864; wiff, lebhaft, behende. Stürenburg ostfries. wb. 331b) nicht von lat. vivus abzuleiten sind und ob demgemäsz nicht auch ein fremdsprachlicher einschlag durch die entwicklung zieht, müszte noch untersucht werden. gegen einen allzu weitgehenden einflusz in dieser richtung spricht das niederdeutsche gewippt. die belege entstammen durchweg den wörterbüchern: gewieft (auch jewiejt), schlau. Hans Meyer der richtige Berliner4 52b; ''n jewiefter junge'. ebenda; gewīft, pfiffig, schlau. Albrecht Leipziger mda. 122b; gewiift, pfiffig, gerieben. Jecht Mansfelder mda. 42; ebenso Liesenberg die Stieger mda. (Unterharz) 226 (mit hinweis auf gewipt und wîfen); desgl. Kleemamn beitr. z. einem nord-thür. idiot. 9b. Herwig idiotismen aus Westthüringen 13a; gewifd, gewandt (Leipz. Geith. Plauen) Franke in Bayerns mundarten 2, 335; gewift, durchtrieben, verschlagen. Saul zum Hess. idiot. 16/7 (mit hinweis auf wifte bei Neidhart); gewîft, lebhaft, pfiffig, schlau; fein, schmuck, sauber (Tirol) Castelli wb. d. mundart in Österr. unter der Enns 266.
2049 Zeichen · 46 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gewift

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gewift , gewîft , participiales adjectiv, vgl. oben geweift sp. 5433. in mitteldeutschen und oberdeutschen mundarten ist…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewift

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Ableitung von gewift

ge- + wift

gewift leitet sich vom Lemma wift ab mit Präfix ge-.

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