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wiek

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wiek f.

Bd. 29, Sp. 1562
wiek, wick, f., 'bucht'. verbreitet in den sprachen des Nord- und Ostseegebietes: ags. wíc, engl. dial. wick, wich, isl. vík, n. vig, schwed., norw. dial. vik, mnd. wīk, nl. wik (Hellquist svensk etym. ordb. 31341). wieweit die deutschen belege auf entlehnung aus dem skandinavischen beruhen oder altererbt sind, ist schwer zu bestimmen, s. dazu und zur scheidung von wiek, m., 'vicus' Th. Frings in PBB 65 (1942) 221—226. germ. grundform *wīkō zu wīken, also 'die zurückweichende' oder 'die biegung', vgl.bucht zu biegen sowie Walde-Pokorny 1, 235; Pokorny 1130. wiek ist in der schriftspr. der gegenwart (seemannssprachlich s. Kluge 832 f., Eichler v. bug z. heck [1954] 466) und in nd. maa. (s. u. a. Stürenburg ostfr. 330, Doornkaat Koolman ostfries. 3, 548, brem.-nieders. wb. 5, 255, Möller Sylt 300b, Mensing schlesw.-holst. 5, 630, Frischbier pr. 2, 469) bezeugt, wird jedoch fast nur noch als flur- und ortsname gebraucht (Putziger, Prorer, Potenitzer Wiek, s. Bach ortsnamen 1, 290 u. bes. 2, 357). nur gelegentlich lexikalisch verzeichnet: sinus ein wyck Chyträus nomencl. (Rostock 1585) 73; sinus maris Balthici Danzker wiek Stieler stammb. (1691) 2529; 'die wiek, plur. die wieken, ein völlig niederdeutsches, im hochdeutschen unbekanntes wort' Adelung 5 (1786) 219; wick Voigt hdwb. f. d. geschäftsführung (1807) 2, 565; als veraltet bei Campe 5 (1811) 714a. vereinzelt in der (diminutiv-)form wiekel: am haffte oder wickel bei Denemarcken Chr. Entzelt cronica d. alten marck (1579) D 2a. zur synonymik vgl. Fr. L. Jahn bereicherung (1806) 81, Sanders wb. dt. syn. (1871) 734. für eine tiefer einschneidende bucht steht vereinzelt auch inwiek s. ebda und teil 4, 2, sp. 2151. literar. belege aus nd., bzw. dem nd. nahestehenden quellen; wiek bezeichnet meist eine kleinere, flachere einbuchtung der Ostseeküste: eyn schip vorghing vnde bleue in der Rybbenitzer wijk, dar se ere gudere ane hadden (1420) Lüb. urkundenb. 6, 320; so gij ock in eneme anderen juwem breue begeren vmme twee juwer borger schepe, wij se dessen winter ouer in der Nigesteden wijck to liggende gunnen (1465) ebda 10, 673; an de ander syde van der wyk nortost dar licht ene rudse (15. jh.) Koppmann seebuch 5, 2; wenn nun diser bergsafft ... hell vnnd glat wird, stoszen jn die stürmwind ... mit dem wasserschwal im Samland in etliche wicken oder hafen Mathesius Sarepta (1571) 56b; das vorland ... machte eine grosse vnd weite wike, zum fischfang gar bekwem vnd frtreglich Schütz hist. rer. Pruss. (1592) 1, B 1a; dann in dem ersten theil Africae sind zweene wiecken, zwar ungleicher grOesse, aber fast einerlei eigenschaft W. v. Kalchus Sallust (1629) 213; dasz ein jeder fischmeister in seinem ampt uf die strom-fischerey und die kleinen garnen, so für den strömen und in den wicken fischen, damit die gebür davon geliefert werden möge, fleiszige ufsicht pflege (1640) corpus constit. Prutenicarum 2, 226 (vgl. dazu: 'in den wikken fischen, d. h. in buchten fischen' Hennig pr. wb. [1785] 300); südost zum osten von Eckholmen ein meil ist eine wyk, die Kasperwyk genannt wird Manson seebuch (1701) 13; die spitzen von Jasmund und von Wittow, welche beide länder durch ihre krümmung die wiek oder bucht bilden, lagen izt in einer beträchtlichen ferne hinter uns in der see Kosegarten rhapsodieen (1794) 2, 65.
3352 Zeichen · 93 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wiek

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Wiek , plur. die -en, ein völlig Niederdeutsches, im Hochdeutschen unbekanntes Wort, eine Bay, einen Meerbusen zu be…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wiek

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Wiek , Ostseebad, s. Dänische Wiek .

  3. modern
    Dialekt
    wiᵉkAdj.

    Westfälisches Wb. · +2 Parallelbelege

    wiᵉk Adj. 1. wïek welk. — 2. wiäk überreif (Frbg.) ( Tek Nb). ¶ Vgl. RhWb 9,408: welk ; HnVwb 4,615: welk . — Vgl.→ wiᵉl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wiek

31 Bildungen · 30 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

wiek‑ als Erstglied (30 von 30)

Wieke II

RhWB

Wieke II das Wort, ahd. wiohha, mhd. wieche , mnd. wêke, mndl. wieke, ndl. wiek, nd. weke, waike entsprechend, ist im grössten Teil unseres …

wiᵉkelig

WWB

wiᵉkelig Adj. [ Stf Tek Mün Rek Sos Arn] welk.

wieken

DWB

wie·ken

wieken , vb. , eine wunde mit einer wieche ausstopfen, behandeln. s. wiechen , sp. 1497.

Wiekenbutzschere

RhWB

Wieken-butzschere wīχbotsšēr Ottw-Schiffw f.: Sch., zum Abschneiden des verkohlten Dochtendes.

Wiekendorn

RhWB

wieken·dorn

Wieken-dorn -dn Neuw-Datzeroth m.: D. mit Hagebutte (zu Wieke 2 a α?).

Wiekengarn

RhWB

wieken·garn

Wieken-garn (s. S.) Allg. n.: Docht in der alten Rüböllampe; Wollfäden zur Verlängerung des Petroleumdochtes.

Wiekenkruste

RhWB

wieken·kruste

Wieken-kruste (s. S.) Saarbr-Eiw , Saarl-Lebach , Sieg-Heisterbacherott, Wippf-Kürten f.: dass.

wiᵉkerig

WWB

wieke·rig

wiᵉkerig Adj. welk; schwammig, weich, z.B. durch Fäulnis. De Ssiepel bünt weckerig ( WmWb ).

Wiekes

RhWB

wie·kes

Wiekes wē:kəs, Pl. -əsə Neuw-Datzeroth m.: verächtl. einer, der wekt 2.

wiᵉkesk

WWB

wiek·esk

wiᵉkesk Adj. [Bek] (von Gras, Blumen, Gemüse, Äpfeln u.Ä.) welk. Dat Gräss up uese Wiesk is ganz wiecksk ( Bek Vh).

wieke, weiche, wiche, wicke

DWB

wieche , wieke, weiche, wiche, wicke , m., f. , faserbündel; docht, lunte; scharpie. A A. herkunft und form. A@1 1) zwei formenstränge laufe…

wiekhaus

DWB

wiek·haus

wiekhaus , wighaus, -häuslein , n. , undiphthongierte form von weichhaus ( teil 14, 1, 1, sp. 512). die angebliche bedeutungsentfaltung des …

wiekig

RhWB

wiekig -ē:k- ebd Adj.: unordentl. gebündelt; dat Foder es wekig.

Wīekwast

WWB

Wīe-kwast m. [verstr.] Weihwedel; Weihwassersprenger ( KkWb ).

Ableitungen von wiek (1 von 1)

wieke

DWB

wieke , f. , name für ulmus sativa L. ( s. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 5, 620 reg. ), nd. entsprechung von ahd. wīh ' populus, arbor albis…

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APA
Cotta, M. (2026). „wiek". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wiek/dwb?formid=W20193
MLA
Cotta, Marcel. „wiek". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wiek/dwb?formid=W20193. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wiek". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wiek/dwb?formid=W20193.
BibTeX
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