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Wichern

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Wichern

Bd. 20, Sp. 585
Wichern, Johann Hinrich, der Begründer der sogen. innern Mission in Deutschland, geb. 21. April 1808 in Hamburg, gest. daselbst 7. April 1881, studierte in Göttingen und Berlin Theologie, übernahm in seiner Vaterstadt die Leitung einer Sonntagsfreischule für arme Kinder und gründete 1833 die Rettungsanstalt im Rauhen Haus (s. d.), die für viele ähnliche Anstalten in Deutschland, Frankreich, England, Holland etc. Muster ward. Auch war er tätig für die Stiftung eines Zentralvereins für die Innere Mission (s. d.), der 1848 auf dem Kirchentag in Wittenberg zustande kam. Auf Reisen durch alle Teile Deutschlands beförderte er die Begründung von Anstalten und Gesellschaften aller Art zur Erziehung, Kranken-, Armen- und Gefangenenpflege. Wohltätig wirkte er aber auch auf die aristokratischen Kreise ein, die seit Friedrich Wilhelms IV. Thronbesteigung die Hochkirchlichkeit in Aufnahme brachten, indem er ihnen die Pflichten predigte, die aus ihren Ansprüchen hervorgingen. Von einer Reise nach England 1851 zurückgekehrt, ward er von der preußischen Regierung beauftragt, in allen Provinzen der Monarchie die Zuchthäuser und Gefängnisse zu besuchen und daran Vorschläge für Verbesserungen zu knüpfen; 1858 ward der bisherige »Kandidat der Theologie« unter Ernennung zum Oberkonsistorialrat und vortragenden Rat im preußischen Ministerium des Innern mit der Abteilung des Gefängniswesens betraut. 1872 trat er von diesen Ämtern zurück, übernahm die Leitung des Rauhen Hauses, legte sie aber schon 1873 nieder. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Johannes W. (geb. 1845). Seit 1844 gab W. die »Fliegenden Blätter aus dem Rauhen Hause«, Organ des Zentralvereins für innere Mission, heraus. Er schrieb: »Die innere Mission der deutschen evangelischen Kirche« (Hamb. 1849, 3. Aufl. 1889); »Die Behandlung der Verbrecher und entlassenen Sträflinge« (das. 1853); »Der Dienst der Frauen in der Kirche« (2. Aufl., das. 1858) u. a. Wicherns »Jugend- und Brautbriefe« (Hamb. 1900) und »Gesammelte Schriften« (das. 1900 bis 1908, 6 Bde., im 1. u. 2. Bd. seine Briefe und Tagebuchblätter) gab Johannes W. heraus. Vgl. Oldenberg, Johann Hinrich W. (Hamb. 1882–86, 2 Bde.); Hennig, J. H. Wicherns Lebenswerk (mit andern, Hamb. 1908); Schnizer, J. H. W., der Vater der Innern Mission (Kalw 1908) und die zur Hundertjahrfeier seines Geburtstags erschienenen Lebensbilder Wicherns von Th. Schäfer (Gütersloh 1908), Knodt (Herborn 1908), Petrich (Hamb. 1908).
2445 Zeichen · 53 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wichern

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Wichern , Joh. Heinr., die Seele der Innern Mission (s. d.), geb. 1808 in Hamburg, gründete hier das Rauhe Haus, veranla…

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Wortbildung

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Zerlegung von wichern 2 Komponenten

wich+ern

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