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wibbeln

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

wibbeln

Bd. 9, Sp. 470
wibbeln das Wort, im Wechsel zu wabbeln, wubbeln, eine iterative Bildung zu weben, ist Rhfrk im Hunsr, in Birkf, Wend, Saargeb., Mosfrk, Rip, Berg, Ruhr, Eup, SNfrk, Mörs, u. zwar -iw- Birkf, Wend, Saar (Saarbg-Faha Wellen -ib-), Zell, Kobl, SNeuw; -īw- Hunsr, Mos in Trier (Igel Stdt daneben -ib-, Welschbillig -īb-), Bernk, Zell, in May, Daun-Bleckhsn, Aden-Bodenb, Wittl, Bitb (u. -īb-); -īb- NSaarbg, Trier-Aach Fell Mehring, Onsd, Wittl, Bitb; sonst -ib- [-eb- Mörs-Orsoy, Klev-Donsbrüggen] schw.: 1. mit persönl. u. sachl. Subj. a. rasch auf kleinere Strecken sich hin- u. herbewegen, sich lebhaft, unruhig, ängst., nervös bewegen; fleissig arbeiten; Würmer, Schlangen, Käfer (udgl.) w.; de Blendschlecher es noch net dut, e wiwelt noch; auch Schinken, in dem Maden sind, w.; die Kender w. (op den Stöhl, en der Stuff) hin on her; erömw. ungeduldig; op de Stuff an w.; eran-, erenw.; do kunn se eran-, erengewibbelt: se w. an Hänn (Händen) on Föss vor lauter Unruhe; der lockere Gegenstand, z. B. ein Pfahl wibbelt; wenn de Wend blīst, w. de Bläder (en der Luf eröm) Allg. — b. an, mit etwas w., es hin- und herbewegen; de Jong wibbelt luter am Desch, mer kann net schrive; du wibbels su lang an (met) dem Pohl (Pfahl), bis de en losgewibbelt häs; der Hond (de Gēss) wibbelt mem Stetz Rip, Allg. RA.: Dat Hippken (Ziege) lep (lief) den Berg erop, dat wibbelte met dem Startschen; do sprong den dommen Schnider drop: der ment, dat wör en Pardschen (Pferdchen) Ess-Kettwig. Wenn os Gēt ne lange Stetz hätt, bruckt se möt dat Tömpke net te w. MGladb-Rheind. — c. allerhand Fingerfertigkeiten ausüben MülhRh. — d. in Spielen; mit den Wibbelknochen, den Gelenkknöchelchen das Fangsteinsp. spielen Gummb; würfeln, Briefmarken od. auch Geldstücke werden in die Luft geworfen; was dann mit der Oberseite nach oben zur Erde fällt, gehört demjenigen, der wibbelte, das andere demjenigen, der mit einsetzte Sol, Neuss-Stdt; dau muss besser w. zuwerfen, beim Skatspiel Bitb, Verbr.; sträng, knoppes, wibbels! ruft im Klickersp. der Spieler, auf dessen Klicker geworfen wird; dann muss sein Kl. schnell getroffen werden, knallen u. von der Stelle fliegen; op de meng (meine), wenn de mich awibbels! ruft derselbe; trifft der Werfer nur eben, so darf der, auf dessen Kl. geworfen wird, noch einmal auf den Werfer schiessen, ehe er einen Kl. verliert Schleid-Wollenbg. — e. mit den Augen zwinkern Trier-Stdt. — f. einen rutw. hinausjagen Sol, Rip. — 2. unpersönl. a. et wibbelt em Seckämmesenhof (Ameisenhaufen); et w. van Kendern en de Stuff, van Löck (Leuten) em Saal Rip, Allg.; gern in Doppelungen: wat kribbelt (krimmelt, wimmelt, widdelt, wuddelt) on wibbelt et do (durchenander) (s. d. W.); do wiwwelts un wawwelts! Birkf, Wend, Saargeb.; et wiwelt on wet (wegt) Goar, Verbr.; Subj. kann auch der Raum sein, z. B. der Saal wibbelt van Kirmesgäss; de Bom wibbelt van Äppel (udgl.) Rip, Allg.; de Sool wor esu voll, darr et gewiwelt hot Goar, Allg.; et hot gewiwelt wie en em Beiekorf Trier, Allg.; et wor gewiwelt on gewete voll Birkf. — b. et weg on wibbelt dran die Sache geht schon vor sich, es wird ernst gemacht Schleid-Hellenth. — c. et wibbelt mir vür de Ogen es flimmert Rip, Sol. — d. et hat nemme (nur) mih gewibelt, dau ..., es war auf dem Punkt, dass ... Bitb-NWeis. — e. et wibelt net, z. B. beim Strumpfstricken gibt es kein grosses Stück, da das Garn zu fein ist; bei der Kartoffelernte füllen sich die Körbe nicht, weil die Kartoffeln zu klein sind Bitb-Dudeld. — Abl.: die Wibbel(er)ei, dat Gewibbel(s) (auch »Gewimmel«), der Wibbeler, die Wibvelersch(e), sich zerw.
3632 Zeichen · 85 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wibbeln

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Wibbeln oder

  2. modern
    Dialekt
    wibbeln

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    wibbeln das Wort, im Wechsel zu wabbeln, wubbeln, eine iterative Bildung zu weben, ist Rhfrk im Hunsr, in Birkf , Wend ,…

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