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westlich

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

westlich

westlich

Westen m. (meist ohne Artikel) ‘Himmelsrichtung des Sonnenuntergangs’, (mit Artikel) ‘das westliche Gebiet der Erde, der westliche Teil eines bestimmten Gebietes und dessen Bewohner’, historisch besonders ‘christliches Abendland, Okzident’ (vgl. schon mhd. westerrīche) als Gegensatz zum ‘heidnischen Orient’ (18. Jh.). Ahd. westan m. n. (11. Jh.; auch ‘Westwind’, 10. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. westen sind Substantivierungen des Richtungsadverbs ahd. westana ‘von Westen’ (9. Jh.), mhd. westen(e) ‘von, im, nach Westen’, asächs. westan(a) ‘von Westen’, mnl. westen, aengl. westan(e) ‘von, im Westen’, anord. vestan ‘von, nach, im Westen’. Dazu gehören weitere Richtungsadverbien wie mnd. mnl. aengl. west ‘nach, im Westen’ und (mit dem Suffix ie. -tero-) ahd. westar ‘westwärts, nach Westen’ (9. Jh.), mhd. wester, asächs. westar, aengl. westerne, anord. vestr. Daraus ableitbares germ. *wes- läßt sich (im Hinblick auf den Sonnenstand) mit aind. avás ‘herab’, ávaraḥ ‘der untere’, áva ‘herab, weg, ab’, lat. au- ‘fort’, lit. au- ‘weg von, von, ab’, aslaw. u-, russ. u- (у-) ‘ab, weg’ verbinden, so daß von einer Wurzel ie. *au-, *u̯ē̌- ‘herab, weg von’ (s. auch öde) ausgegangen werden kann. Vielleicht gehört hierher auch der erste Wortbestandteil von griech. hésperos (ἕσπερος) ‘Abend, abendlich, westlich’, hespéra (ἑσπέρα) ‘Abend, Westen’, lat. vesper ‘Abend’. Westen ist die ‘Himmelsrichtung, in der die Sonne hinabsinkt, die Abendseite’. – West m. (ohne Artikel, besonders in der Seemannssprache und Meteorologie) ‘Himmelsrichtung, in der die Sonne untergeht’, frühnhd. west (15. Jh.), im Ahd. und Mhd. nur in Komposita belegt, vgl. ahd. westnordrōni ‘Nordwestwind’ (10. Jh.), westnordrōniwint (Hs. 12. Jh.), westsundan ‘Südwest(wind)’ (Hs. 12. Jh.), in Eigennamen Westfalo (8. Jh.), Westheim (8. Jh.). West (mit Artikel) ‘aus westlicher Richtung wehender Wind, Westwind’, im 15. Jh. gekürzt aus Westwind, ahd. westan(a)wint (um 1000), mhd. westenwint (bis ins 17. Jh. gebräuchlich) und ahd. westarwint (Hs. 12. Jh.), mhd. westerwint. westlich Adj. ‘von Westen, im Westen gelegen, zum Westen gehörend’, Übernahme (17. Jh., geläufig seit 18. Jh.) von mnd. westelīk (seit dem 15. Jh. in mnd. nautischen Quellen); doch vgl. ahd. westar (9. Jh.), westarlīh ‘westlich’ (11. Jh.).
2281 Zeichen · 100 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wêstlich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Wêstlich , -er, -ste, adj. et adv. 1. Gegen Westen oder Abend gelegen, gerichtet. Die westlichen Länder. Sich westlich w…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    westlich

    Goethe-Wörterbuch

    westlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    westlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    west|lich adj. ozidental (-ai, -a), a (cuntra) vest, cuntra la sëra.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit westlich

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von westlich

west + -lich

westlich leitet sich vom Lemma west ab mit Suffix -lich.

Ableitungen von westlich (1 von 1)

verwestlichung

DWB

verwestlichung , f. , angleichung an westliche kulturverhältnisse: der liberalisierung und verwestlichung des Osmanenreiches Bierbaum ges. w…