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weltoffen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weltoffen adj.

Bd. 28, Sp. 1662
weltoffen, adj. , seit der 2. hälfte des 19. jhs. nachweisbar; 'aufgeschlossen' 11) gegenüber allem diesseitigen, im gegensatz zu einer streng kirchlichen haltung (zu welt II A): Mendelssohn ... blieb nicht bei dem kirchlichen stehen, noch haftete er so eigensinnig wie jene mit dem alten am veralteten, darum wurde sein gesichtskreis weltoffen, sein schaffen lebensfrischer und zeitgemäszer W. H. Riehl musik. charakterk. (1899) 1, 84; Harlesz' ethik hat uns alle ... kirchlich und zugleich natürlich gesund, weltoffen und gegen alle erzeugnisse des schöpfungsmäszigen lebens und seiner gaben anerkennend gemacht oder erhalten Chr. E. Luthardt erinn. (21891) 56; Gerhardt ist ... in seinen liedern weltoffen und für natürliche genüsse empfänglich H. Petrich Paul Gerhardt (21907) 186; 22) der empirischen welt (welt IV A): so anregend nun die pfeifenrauchgewürzten unterhaltungen über welt und gott, über zeit und ewigkeit für den grüblerischen und doch weltoffenen knaben zweifellos gewesen sind, bedeutsamer für die entwicklung seiner geistigen anlagen war noch der jahrelange zwiespalt über die berufswahl J. Bödewaldt Timm Kröger (1916) 29; war es nicht fast zuviel auf einmal des geschehens für den sachhungrigen und weltoffenen leidenschaftlichen knaben? Ponten Wolgal. (1933) 275; die person als weltoffene ganzheit hat 'erstreckungen', die als phänomene der personalen zeiträumlichkeit aufgewiesen werden können forsch. u. fortschr. 9 (1933) 21; 33) anderen völkern gegenüber, im gegensatz zu einer beschränkt nationalen denkart (zu welt III A): das Rhein-, Main- und Donauland war weltoffen, im weltverkehr sich bildend und abschleifend W. H. Riehl naturgesch. (1851) 4, 251; so dachten euere ahnen, blieben weltoffen und zugleich volkstreu qu. a. d. j. 1936; diese menschenfreundliche weltoffene denkart (der Argentinier, die fürsprecher des Esperanto als hilfe für die einwanderer waren) gefiel mir K. Voszler volkssprachen u. weltsprachen (1946) 22.
1981 Zeichen · 36 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    weltoffenadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    weltoffen , adj. , seit der 2. hälfte des 19. jhs. nachweisbar; ' aufgeschlossen ' 1 1) gegenüber allem diesseitigen, im…

  2. Spezial
    weltoffen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    welt|of|fen adj. davert (al monn), liberal (-ai, -a), interessé al monn, cosmopolitich (-cs, -ca).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weltoffen

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Zerlegung von weltoffen 2 Komponenten

welt+offen

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weltoffen‑ als Erstglied (1 von 1)

weltoffenheit

DWB

weltoffen·heit

weltoffenheit , f. , ' aufgeschlossenheit gegenüber der ( diesseitigen ) welt ', vgl. weltoffen 1: 'wenn man sie hört' ( sagte der abbé Le R…