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weitschweifig

nhd. bis GWB · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

weitschweifig

weitschweifig

schweifen Vb. ‘herumstreifen, umherziehen, -wandern’. Ein starkes (reduplizierendes) Verb ahd. sweifan ‘kämpfen’ (8. Jh.), mhd. sweifen ‘in drehende, schwingende Bewegung setzen, schwingen’, intransitiv ‘bogenförmig gehen, herumwandern, schwanken, taumeln’, asächs. farswēpan ‘vertreiben’, aengl. swāpan ‘fegen, schwingend bewegen’, engl. (schwach) to swoop ‘niederstoßen, sich stürzen (von Vögeln)’, anord. sveipa ‘werfen, umhüllen’ (germ. *swaipan) führt mit dem unter Schweif (s. d.) behandelten Substantiv sowie mit mnd. mnl. swēpe, nl. zweep, aengl. swipu, swipe, anord. svipa ‘Peitsche’, got. midjasweipains ‘Überflutung, Sintflut’ (eigentlich ‘Fegung der Mitte’) und vielleicht mit awest. xšvaēwayat̰. aštrā- ‘der die Peitsche kreisen läßt, schwingt’, xšviwra- ‘flink’ auf ie. *su̯eib-, eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *su̯ē̌(i)- ‘biegen, drehen, schwingen’ (wozu auch schweben, s. d.). Das starke Verb fällt in frühnhd. Zeit mit dem zugehörigen schwachen Verb ahd. sweifen ‘umstürzen’ (8. Jh.), mhd. sweifen ‘schwingen’ zusammen und gibt die starke Flexion auf. – abschweifen Vb. ‘sich davonmachen’ (15. Jh.), ‘abweichen von etw.’ (16. Jh.), ‘durch Hin-und-her-Bewegen im Wasser reinigen’ (17. Jh.), ‘beim Reden, in Gedanken vom Thema abkommen’ (18. Jh.). ausschweifen Vb. ‘eine gerade Linie verlassen, sich verbreiten, herumstreifen’ (15. Jh.), ‘vom Thema abkommen, in Gedanken abirren, über ein vertretbares (moralisches) Maß hinausgehen’ (16. Jh.); ausschweifend Part.adj. ‘das rechte moralische Maß übersteigend’ (18. Jh., ausschweifende Laster, Triebe, ausschweifende Lebensart); Ausschweifung f. ‘Üppigkeit’ (15. Jh.), ‘gekrümmte, von der Geraden abweichende Linienführung’ (16. Jh.), ‘(moralische) Maßlosigkeit’ (17. Jh.). weitschweifig Adj. ‘ausgedehnt, ausführlich’, spätmhd. wītsweific ‘umherschweifend, weitläufig’.
1840 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Weitschweifig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Weitschweifig , -er, -ste, adj. & adv. ein besonders von dem schriftlichen oder mündlichen Vortrage übliches Wort, fehle…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    weitschweifig

    Goethe-Wörterbuch

    weitschweifig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weitschweifig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von weitschweifig

weitschweif + -ig

weitschweifig leitet sich vom Lemma weitschweif ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von weitschweifig 3 Komponenten

weit+(schwei+fig)

weitschweifig setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

weitschweifig‑ als Erstglied (1 von 1)

weitschweifigkeit

DWB

weitschweifig·keit

weitschweifigkeit , f. 1 1) räumlich ' ausdehnung ': welche ( vorstädte ) man ihrer groszen weitschweiffigkeit wegen dem umzuge der stadt ni…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „weitschweifig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/weitschweifig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „weitschweifig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/weitschweifig/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „weitschweifig". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/weitschweifig/pfeifer_etym.
BibTeX
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