Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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weiszbier, n., zu weisz B 2 a, vgl. weiszes bier teil 1, 1822; doch wurde auf grund der herstellungsweise einer besonderen sorte (s. u.) (vgl. 'weiszbier brauerbier so mit weichem wasser aus weitzen gebrauet wird' Jacobsson technol. wb. [1781] 4, 626) früher auch sprachliche zugehörigkeit zu weizen angenommen, vgl. 'weiszbier venit vel a tritico weitzen, quasi weitzenbier vel colore albicante' G. Chr. Peisker index de vernac. (1685) 26; in älterer sprache, und noch bis ins 19. jh. fachsprachlich 'helles bier' (ähnlich schwarzbier 'dunkles bier' teil 9, 1322): (der kranck schmeckt zu der purgatzen und spricht:) sag an, ist es wein odr weisbier? Hans Sachs 21, 73 K.-G.; daher das weiszbier sich allezeit mit dem wein besser paaret weder ein starckes und hitziges braunes Er. Francisci luftkreis (1680) 220; je nachdem man stark- oder schwachgedörrtes malz verwendet, unterscheidet man braun- und weiszbier Muspratt chemie (1888) 1, 1283. in neuerer zeit namentlich für besondere, grösztenteils mit weizenmalz hergestellte abarten des hellen obergärigen biers gebräuchlich, vgl. oben Peisker: verschiedene lokalbiere und die stark moussierenden weinartigen weiszbiere Lueger technik (1894) 2, 407; feste bezeichnung ist Berliner weiszbier (vgl. Berliner weisze sp. 1199): es gebe nur ein Berlin ... von den quellen des einzig veritablen weiszbiers Gaudy s. w. (1844) 8, 91; ein gründlicher kenner in sachen Berliner ... weiszbieres Fontane ges. w. I 1, 377. je nach dem stand des redenden als feines oder geringes getränk angesehen: hawwe büxen von wand un hansken fien un drinke wittbeir anstatt branntewien (1860) bei Bauer-Collitz 240; geringe familien boten weiszbier M. Meyr erzähl. a. d. Ries (1868) 3, 5. —
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschweiszbiern.
Grimm (DWB, 1854–1961)
weiszbier , n. , zu weisz B 2 a, vgl. weiszes bier teil 1, 1822; doch wurde auf grund der herstellungsweise einer besond…
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Kompositum 2
Sackgasse 1
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit weiszbier
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weiszbier‑ als Erstglied (1 von 1)
weiszbierhefe
DWB
weiszbierhefe , f. , ' die hefen, die das weiszbier abstoszen, die vorzüglich die loszbäcker zum einsäuren des semmel- und kuchenteigs gebra…
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Cotta, M. (2026). „weiszbier". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/weiszbier/dwb?formid=W15229
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Cotta, Marcel. „weiszbier". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/weiszbier/dwb?formid=W15229. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „weiszbier". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/weiszbier/dwb?formid=W15229.
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