Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
weinlese
weinlese , f. mhd. wînlese Lexer 3, 909 , älter und verbreiteter als einfaches lese f. ( th. 6, 772), das erst als kürzung aus weinlese erscheint; häufiger auch als ähren-, aus-, blumen-, holz-, nach-, traubenlese u. s. f. 1 1) verbreitung. zuerst in Wien 1453: die furlewt die hie und in andern unsern steten und merkten in den weinlesen umb lanfarnt diplomat. habsb. 42, noch lange auf den obd. osten beschränkt: summert. d. heil.-leben ( Augsb. 1472) 208 d ; S. Franck chron. d. Türkei (1530) C 4 b , dem übrigen weinland umgangssprachlich fremd und nirgends in den mundarten, dafür weithin herbst…