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weg(e)geld

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weg(e)geld n.

Bd. 27, Sp. 3115
weg(e)geld, n. abgabe für benutzung eines weges (auch mnd. wechgelt Schiller-Lübben 5, 620, ndl. weggeld): das sie usz unde yn die stat faren unde nicht wegegeld wollen geben urkundenbuch d. st. Freiberg 3, 323, 16 Ermisch; den portener, die das wegegelde heben und zeichen innemen quellen z. rechts- u. wirtschaftsgesch. d. rhein. städte, Kurtrier 1, 52, 22 (1540); sie ... heben wegegeilt von wagen und perden der lantlude 319, 7 (1351); publicani, zollner, die das weggelt entphahen Diefenbach gl. 470b (voc. ex quo); wechgelt to land off to water Teuthonista 486a; das wegegelt oder ungelt, so man von den kauffleuten, fuhrwerg und sonst wandersleuten pflegt auffzuheben Milich schrapteufel C 3a; die hauptleute des keysers ... unterdruckten die umwohnenden landsleute und beschwereten sie mit unträglichem zoll und wegegelt Rivander düring. chronica (1596) 182; das viehegleit und wegegeld von den in- und auszer der stadt oder vorbeygehenden pferden, füllen, ochsen ... ingleichen das wegegeld von denen fuhrleuten, so nicht bürgern seyn stadtrechte von Gotha 359 (1666) v. Strenge u. Devrient; ein paar mädchen von zwölf bis vierzehn jahren saszen am zoll (der Rheinbrücke) in einem artigen kabinette und nahmen das weggeld ein Göthe 34, 366 Weim. ausg.; es ist empörend, wenn dem reisenden geleite und wegegeld abgefordert wird und er sich kaum aus dem koth herauswinden kann Seume 102; der fuhrmann hatte halt machen müssen, um das weggeld zu bezahlen Auerbach 5, 237; sie machen immerfort chausseen, bis niemand vor wegegeld reisen kann! Göthe 3, 316. in bildlichen wendungen z. b. weggeld für den zugang zum himmel (darnach auch 'letzte wegzehrung' quelle bei Fischer 6, 543): je kürtzere zeit wir handt zuom todt, je gröszer angst wir handt und not, das wir das weggelt zamen lesen. Murner mühle 779; Dorias eigene unterschrift! ... der graf war richtig dort, wie ihr sagtet, und bezahlte mit schwarz und weisz das weggeld zu einem konterbandenen himmelreich Schiller 3, 89 (Fiesko 3, 4); die welt hat nun einmal ihre schlagbäume, an denen man stillhalten und wegegeld entrichten musz Heyse novellen 4, 33. —
2144 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wẽgegeld

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Wẽgegeld , des -es, plur. von mehrern Summen die -er, Geld, welches Reisende für den Gebrauch der Wege und Straßen e…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wegegeld

    Goethe-Wörterbuch

    Wegegeld [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wegegeld

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wegegeld ( Chausseegeld, Maut ), für Benutzung von Wegen, insbes. Chausseen und Brücken, erhobene Abgabe. Im Mittelalter…

  4. modern
    Dialekt
    Wē¹gegeldn.

    Westfälisches Wb.

    Wē¹ge-geld n. Geld, das die Geschwister des Neugeborenen erhalten ( Wbg Bh).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wegegeld

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wegegeld 2 Komponenten

wege+geld

wegegeld setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wegegeld‑ als Erstglied (2 von 2)

weg(e)gelder

DWB

wege·gelder

weg(e)gelder , m. erheber des wegegeldes Bücher berufe der st. Frankfurt 131 (1506) . —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wegegeld". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wegegeld/dwb?formid=W11387
MLA
Cotta, Marcel. „wegegeld". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wegegeld/dwb?formid=W11387. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wegegeld". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wegegeld/dwb?formid=W11387.
BibTeX
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