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wasserblei

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wasserblei n.

Bd. 27, Sp. 2371
wasserblei, n. 1) bezeichnung des bleigrauen molybdänglanzes, früher auch des graphits, nach Hübner naturlex.5 424 u. a. lat. plumbum marinum, weil man glaubte, dasz es aus dem meere gewonnen würde; vielleicht wirkte die dem blei gegenüber gröszere weichheit (plumbum molle Stieler 194) bei der namengebung mit. die wissenschaftliche unterscheidung vom graphit ist nach Gren chemie 3 (1795) 703 erst von Scheele 1778 durchgeführt, noch bis jetzt erscheint wasserblei auch als namen des graphits, z. b. bei Mothes baulex.3 2, 480, 'fälschlich wasserblei' Karmarsch-Heeren3 4, 154. das wort ist seit dem 16. jahrh. belegt: nimb ein pfundt geschlagen wasserbley, drey pfundt salpetter Fronsperger kriegsbuch 2, N n 3a; es sieht des meeres weite fläch', es sieht das ganze wasserreich dem dunkel-grauen wasserbley, ja gleichsam schwarzer seifen, gleich. Brockes 7, 89. als schreibmittel wird es seit dem 17. jahrh. erwähnt: stylus plumbatus Stieler 194; diese schäfere sich immer zu mit papier und wasserbley in ihren hirtentaschen versehen v. Birken fortsetz. der Pegnitzschäf. (1645) 70; es ist allerdings gut, dasz stets kreide, rödel, oder wasserbley bey dem gelde liege J. G. Schmidt rockenphil. (1706) 1, 13; bleystift ist ein aus wasserbley mit holtz eingekleideter griffel Amaranthes 228. 2) aus der bleiglätte gewonnenes blei, 'frischblei der zinngieszer' Unger-Khull 619b. 3) die bleiwurz, plumbago (europaea) L. Holfert-Arends3 213, weil die blätter unten bleigrau sind oder weil der wurzelsaft graugrün färbt. dazu wasserbleierde Jacobsson 8, 14b. -grube allg. deutsche bibliothek 37, 363. J. Paul flegeljahre 2, 121. -kalk Gren 4, 343. -könig Jacobsson 8, 144b. -metall Campe. -ocker Krünitz 234, 2. -salmiak Jacobsson 8, 145a. -sauer Campe. -säure Gren 4, 343. -silber 'tellurwismuth' Fehling handwb. der chemie 9, 551. —
1867 Zeichen · 40 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WasserbleiDas

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Das Wasserblei , — es, Mz . von mehrern Arten, — e , ein metallischer mit Schwefel vererzter Stoff, lichtblau von Farbe,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wasserblei

    Goethe-Wörterbuch

    Wasserblei [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wasserblei

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Wasserblei , Molybdän , 1782 von dem Schweden Lyjelm entdecktes Metall, 8,6 specif., Gewicht, bleigrau, stark glänzend, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wasserblei

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Zerlegung von wasserblei 2 Komponenten

wasser+blei

wasserblei setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wasserblei‑ als Erstglied (4 von 4)

Wasserbleikalk

Campe

wasser·bleikalk

Der Wasserbleikalk , — es, Mz . u. der metallische Theil des Wasserbleies in kalkförmigem Zustande (Calx s. terra molybdaeni ); auch Wasserb…

Wasserbleisauer

Campe

wasserblei·sauer

Wasserbleisauer , adj . u. adv . mit der Wasserbleisäure verbunden. Wasserbleisaures Ammonssalz (Molybdas ammoniaci ). Wasserbleisaures Blei…