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was II

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

was II

Bd. 9, Sp. 272
was II Pron.: 1. fragend Allg.; Rhfrk was bis zur das/dat-Linie; sonst wat [im Geb. des d-Rhotazismus vor Vokalen war (Hunsr); WBitb -āt, –a-; absol. wa Wend, Trier-Land; SONeuw, Rees-Milling -ǫt; Koch. May, Aden, Neuw, Sieg-Ägid bat (May-Polch bǫt); Merz, Siegld, Altk, Rip, Sol absol., bes. für Bed. 1 b wa, wā; Siegld, OAltk wata? was denn?; watət –das; Köln was? was ist?]. a. als reines Fragewort; wat sall ich dohn; wat dann wellste noch; wat geht dech dat an? Rip, Allg.; wird ein Junge getadelt, stellt er sich schwerhörig u. fragt: w. un wie? Simm; wa(t)? wie beliebt; w. ös? dass. Rip, Allg.; for was (für wat)? warum; iwer w.? worüber Rhfrk, Allg.; wesste was, mer mache's eso! Rhfrk, Allg. A.: W. es dat? B.: Sag mar, du häs et net gesenn MGladb. A.: W.as do los? B.: W. nöt ungebonn as Trier-Olewig Schweich, — wat net fass (fest) es! Köln. A.: W. micht dein Motter? B.: Spönnt dei Vatter? ebd. A.: W. machen eier Hihner? B.: Leien eier Lefelen? ebd. A.: W. suchste lo? B.: Ei, wat noch ze suchen as! ebd. A.: W. hättste ger? B.: W. eich noch net hon! ebd. A.: Wat ös? B.: Vürwetznase un Gapstöck! SNfrk. A.: W. wollste do da? B.: Wat der Näjschier net ze wesse brucht Siegld; bes. zu Kindern auf wat? B.: Schwarte Katt SNfrk, Mörs, — K., grisen Hongk schitt en dinne Mongk Erk-Doveren, — gr. Mimm (Katze), wat der H. sch., es dinn! MGladb-Rheind; Watt es wīss (on stich mer in de Ohre! Köln; stopp se en de Uhre Kemp) Allg.; ver verkope ken Watt, ver v. Woll, do bös enne Doll! Grevbr, MGladb; Wat es wīss, de Koh steht em Stall on drīss! Bo; Möllersch Ösel ös de Patt (Pate) Eusk, Rheinb, Sieg; de Deiwel is dei P. Saarbr-Heusw; Kihdreck as glatt Trier-Waldrach; de Schissel is kei Platt! Merz-Zwalbach; scheiss in de Pl.! Merz-Nunk; Düppen es ken Fatt! Mettm, Ess, Kref-Fischeln; en al Fatt; wann et rent (regnet), würd et natt; w. et friert, güt et Is; w. et brennt, w. et hēss! Gummb; wat de Koh drīss, dat schnapp! Rheinb-Meckenh; de K. scheisst platt, et Perd sch. rond; rech (rieche), dat eas deiner Nos gesond! May, Koch; decke Schmadd (Schmied)? Bitb-NWeis. A.: Wat git dat elo? B.: E Rädel (Reidel) fir op e Gänsorsch; e Zärp fir un e Biddestuhl Saarbg-Söst. A.: Wat hammer gekoch? (w. esse mer?) B.: Wat gekoch ös! Rip, Allg., — wat noch nit gar is Köln-Stdt; kal Erwessen un leine Stremp! Zopp un sat ze esse! Wittl; Stohlstempele met Nihnole (Nähnadeln)! Dür, Aach, Duisb; engemachte Kellertrappe; e. Handwerksbuərsche; Brehdoffeln on ale Lutsche (Pantoffel) Siegld (s. weiter bei kochen). — Scherzfr.: Et ging e Männke üəver de Bröck; et hot e Säckske op der Röck; wat hot et dren? Antw.: wat Erk, Allg. — Wat (was)? bitte, was ist gefällig Allg.; wat ös? wat soll et? wat meint Ühr? Rip, Allg.; wat es (wa's) gefällig? Rip (scherzh. Antw.: ene Teller voll Erzebällig »Erbsenpellen« Köln-Stdt); wabelēf? Sol, Köln-Stdt, Dür-Stdt, Aach; watblef Heinsb; wat soll dat? was soll das bedeuten, wieso? Allg.; wat, w. soll dat? Nachahmung des Hühnergegackers Mörs-Wallach; die Ente schreit: wāt, wāt, wat deht mi der Arsch weh! Gummb-Berghsn; wotsoll? durchaus nicht, quod non Prüm. — b. interjekt.; wat? od. kurz abgerissen wa? fragt man, wenn man etwas nicht verstanden hat; wat od. wa, wā(ă), mit steigender Betonung gesprochen, drückt Erstaunen od. Unwillen über eine Behauptung, Zumutung aus; wat! unwirsch klingend, als Antw., wenn man mit Namen angerufen wird; wāt! entrüstet; wat (wa)? nicht wahr, so ist es doch; wat (wa)! Ausr. des Erstaunens, Entsetzens, auch wat de (u. watste) net säs! Rip, Allg.; w. e Wonder! Birkf-Herrst; w. all! welche Menge, z. B. w. all Minsche! Köln-Stdt; bat net all! Neuw; hei wat; jömmich, h. w.! Eusk; ho wat! Siegld; wasses (aus wat Jesses)! Rip; am Arsch warr er Kerl! Birkf-Idar; wat en (u. wan) Freud! Rip, Allg. wat e Schelm! Aach; ho, wane (wat ene) Geck, het de Mul voll Katzedreck! Ruf hinter einem Fastnachtsnarren Wermelsk; dat sen Erdäppel, dat se Kerls, wa, Jong? Rip. Wat (wa)! Ausruf der Schadenfreude, des Streites, z. B. wat, die soss die Ohrfeige sass; wa, Männche, wie schmeck de Ber (Birne)? zu dem, der von jmd. eine Ohrfeige erhielt; wat (wa), Männche, du wells Streck (Streit) anfange! Rip, Allg. [daher Wammännche n. scherzh. Ohrfeige; do gof et W.ər; he kreg W.ər Rip in Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür, Grevbr, Neuss, Sol, Düss-Stdt, Elbf; gis do mer en Ging (Ohrfeige), gevven ich der e W. Köln-Stdt; auch en W.männche ein bes. schönes u. schweres Exemplar; e W. van em Has MüEif; en dicken Wammann Beleibter Wuppert-Rittershsn, Remschd-Lüttringhsn; Wammännche die Kurbelstange zwischen Rad u. Tritt am Spinnr Bado-Üdrf; altes Geldstück Eusk-Lechenich]; wat es dat (dann), du bes he! erstaunt Allg. — In der verneinenden Antw.; o (a) u. och, wat!  das kann nicht der Fall sein, kann ich nicht glauben, werde ich sicherlich nicht tun Allg.; E wat u. nE wat (schärfer als »nein«); ø w.! (freundl. Verneinung u. bei Enttäuschung); w. ne, ne! beschönigend; ä waddewat! im Ärger Gummb. — c. als Einleitung eines Objektivsatzes; ich wäss nit, wat dat hässe sull (udgl.) Rhfrk, Allg. [hierbei wat de > watste Allg.; wafə < wat »was wir«; waκ{??A}ət < wat κ{??A}et »was ihr« NBerg]. — d. relativ, sächl. wat meist nur, wenn es sich nicht auf ein Subst. bezieht; dat, wat ech wollt, sonst dat Boch, dat om Dösch hät gelege, aber auch dat Haus, wat do leit; w. ener net wēss, dat mach en net hēss, dat wēss der andere (udgl.) Mosfrk, Allg. [das Rhfrk verwendet dat nicht als Relativ, dafür was (wat) u. wo]; wat an mir lig, (dat) well ech dohn Rip, Allg.; de Karl, wat nen Frönd van mir es, was nämlich Rip, Berg (seltsame Anwendung); ohne vorhergehendes dat; wat geste, wat hoste so schnell er konnte Wittl, Allg. wat et Denge mar heil (hielt) Kref-Fischeln; et os, wat et os! das ändert nichts an der Sache Schleid-Hellenth. — e. im Ersatz für »welcher«, das sehr selten in der Bed. »welches von beiden« angewandt wird od. nur in best. Formen; in der Verb. was (wat) forə  Rhfrk [wat fa Birkf]; warə(n) Siegld; wat fir (fyr, før) Mosfrk, Rip, Nfrk [wafər, –fərə, –fərt Monsch, Eup, watfər Malm; -ā- Selfk]; wat fan Klevld [wanə »was für einer« MülhRuhr] in der Bed. »welcher unter vielen« (hat man einen bestimmten im Sinn, dann wer); wat für ene Mann; wat für en Frau; wat für en Hus; wat für ener hät dat gedohn? Rip, Allg.; en wat für em Hus bös de geweəs? en wat für Zeck (Zeit) häste dat gedohn? mer wēss net, wat et für en Wedder git u. wat für en W. et git; Rip, Allg.; bring mer mei Schouh! wat fare »welche«? Rhfrk, Allg.; waffere häste dech krige; waffer van die twiə Eup, Monsch, Aach, Selfk; wat van Hör hät gej? welche Haere hast du Klevld [auch einfach wøn, føkə]. Unter Wegfall von »für« in der Anwendung: Wat Zeck ös et? welche Zeit, wieviel Uhr? Dür-Froitzh; wa Zitt es et? Geilk (rip.); wa Tiə? Heinsb (ene Watiə »Taschenuhr« Kirchhv). — f. korrelativ; w. mih w. m. je — desto; wat mer mih hät (wat mih mer hät), wat mer mih well Rip, u. so Mosfrk, Nfrk. RA.: W. alder, wat gecker Malm-Weywertz. Wat mer en Eəsel besser federt (futtert), wat he grower get un w. he mih schläht Bitb-Dudeld. Wat der Düvel miəh hät, w. e. m. begeəhrt vom Geizhals Schleid, Allg. W. mer de Bur m. schiərt, w. e m. üsschleiht Schleid-Dahlem. W. der Bur m. stenk, w. e fetter es ebd. — g. dass (folgernd); ich hauen dich, watschde de Schlappen verlierscht Saarl-Wadgass. — 2. unbestimmtes Fürwort; im Rhfrk, Mosfrk ębəs, dann jęt, dann wat [-ę- Siegld-Johannld u. n. etwas darüber hinaus, Altk-Wissen Betzd Birken]. a. dat es jo och alt w., dat soll no wat sin; et es wat ze dohn man hat seine Last; dat es doch (net) w. gedohn! eine ärgerliche Sache; dat es so domm wie nur w.; dat es nich w. so sehr kann er das; w. han etwas haben, reich sein Allg. (schwanger sein Altk-Wissen, Mörs); he es wat klener; dat süht wat schroh (hässlich) aus; w. Klenes han ein Kind; dat es mer awwer w. Schüənes; wat Neues; w. meh; ich blosen dir w.! abschl. Antw.; he hät sech w. gehollt eine Erkältung Allg. RA.: Beter w., as necks Dinsl, Allg. De sech got hält, gelt och w.; de dezo Lost hät, lihrt och w.; der w. kann, der kömmt zo wat; der w. well, der wird och w.; denk an mech on merk der dat! Neuw-Asb. Der hät w. an de Füt ist reich Duisb, Allg., — unger den Benen Waldbr, — a de Bäin Siegld. Et mott doch wat sin, wenn Jann bei Drütsche (Gertrud) kömmp! es muss doch wenigstens etwas aufgetragen werden, wenn Besuch kommt Mörs-Scherpenbg. Alles mott w. sin man muss immer Mass halten Duisb. — Et es wat dür (udgl.) ein wenig zu teuer Allg.; et es alt so wat nichts Bedeutendes Allg.; dat sin der so w. tihn beinahe, ungefähr zehn Klevld, Nfrk. — b. zeitl.; blif noch wat hi; gehst w. mit mi op den Weg Gummb, Allg.
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Cotta, M. (2026). „wasii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wasii/rhwb?formid=W01124
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Cotta, Marcel. „wasii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wasii/rhwb?formid=W01124. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wasii". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wasii/rhwb?formid=W01124.
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