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waldgeist

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

waldgeist m.

Bd. 27, Sp. 1133
waldgeist, m. 11) ein mythisches wesen, das im walde, namentlich in den bäumen, seinen aufenthalt hat: die gestalt der waldgeister wird bald riesenhaft, bald zwergisch beschrieben, für gewöhnlich menschenähnlich, aber in alle möglichen tier- und pflanzenformen verwandlungsfähig. Mannhardt wald- und feldkulte 1, 146; das wesen der waldgeister erweitert sich aber deutlich von baumgeistern zu genien der gesammten vegetation. 148; vgl.waldfrau, waldmann, waldweib. das wort tritt auch für bekannte gestalten der antiken mythologie ein: waldgeist, Sylvanus, Pan. Stieler 639; waldgeist, waldgott oder waldteufel, a sylvan or satyr. Ludwig 2372; waldgeist, waldgott, waldmann, waldteufel, satire, faune. Rondeau 1. bei der anwendung des wortes mischen sich germanische und antike vorstellungen: aus welchem handgreifflich gnug bekannt ist, was waldgeister und satyri seyn, nemblich der böse feind selber. Praetorius weltbeschreibung 2, 303; es hat auch ein wald-geist viel leute genecket und erschrecket, dasz sie davon gestorben. Ch. Lehmann Ober-Ertzgebirge (1699) 75; wo keine menschen sind, da sind die stillen berg- und waldgeister ..., rückt man ihnen zu scharf auf den leib, so werden sie tückisch und bösartig. Tieck novellen (1853) 8, 154 (der alte vom berge); ein wunderhübscher kopf steckte, wie das haupt der Dryas, zwischen den aststumpfen des baums, unter welchem er gesessen hatte ... dieser wuszte nicht, ob er mit etwas menschlichem oder ob er mit einem neckischen waldgeiste zu thun habe. Immermann epigonen2 1, 8; den kampfbereiten mann that er erst spöttisch necken: 'bist du gefestet, unhold? trügst du durch luft und wind? bist ein waldteufel du? bist du ein menschenkind?' ... zurück warf sie (die lanze) Walthari und lachte in den bart: 'schau an, wie dir der waldgeist heimgiebt, was du geschenkt ...' Scheffel Ekkeh. 409. 22) der für heilig gehaltene Malbruk, ein bengalischer affe, auch bärtige meerkatze, löwenschwanz, inuus sinicus. Nemnich 4, 1300. 33) der geist des waldes: durch alle bäume geht der waldgeist und sumst: auf kinder! der frühling ist da. Tieck ged. 1, 222.
2123 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Waldgeist

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Waldgeist , des -es, plur. die -er, ein erdichteter Geist, welcher seinen Aufenthalt in den Wäldern haben soll. Beso…

  2. modern
    Dialekt
    Waldgeistm.

    Pfälzisches Wb.

    Wald-geist m. : 'im Wald auftretender Geist, Waldschrat, Gespenst', -gääscht, -geescht [ PS-Eppbn BZ-Dernb GH-Büchbg Hör…

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Wortbildung

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Zerlegung von waldgeist 2 Komponenten

wald+geist

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