Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
waisel n.
waisel , n. , diminutivbildung zu waise in süddeutschen mundarten, die das grundwort z. th. ganz vertritt ( s. waise I, 3): weisel, pupillulus. voc. inc. teut. E 4 b ; orphanus, weysel, wisel. Diefenbach gl. 401 b ; waisel, pupillus, armes waisele. Schönsleder Kk 4 b . das wort kommt im 16. jahrh. auch als masc. vor: ich ( Telemach ) als ein junger schwacher waisel vermag allein auch nit solchs zuverpieten. Schaidenreiszer Odyssee (1570) 15 b ; den pilgram und weisel und die witwe nit beschedigen. Schade satiren 3, 15, 9 . das neutr. erscheint namentlich bei bairisch-österreichischen schriftst…