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wähen

mhd. bis nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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5
Verweise raus
4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wähen f.

Bd. 27, Sp. 506
wähen, f. plur. backwerk. ein alem. schwäb. wort, das in den jetzigen mundarten die bedeutung 'flacher kuchen, mit obst, eiern, zwiebeln u. dgl. belegt' hat. im elsäss. Sundgau wäje Frommann 4, 474, im Münsterthal wái Straszb. studien 2, 277, in Basel wäije Seiler 308, im Aargau wäje Hunziker 285, im Allgäu waie, wche (aus dem teigrest, der in der backmulde zusammengescharrt worden, gebackenes brot). Reiser sagen des Allgäus 2, 743: wähen, uralter name für kuchen. Vischer auch einer 1, 364; gang bring der arme Fischer-Lis e säckli mehl, e hemdli wisz, nimm au ne wellen oder zwo, und sag, sie soll au zuenis cho, und weihe hole, wenni bach, und decket iez der tisch alsgmach. Hebel der jenner 82. das wort begegnet im 16. jahrh. und später noch vereinzelt in den wörterbüchern: wähen (die), kuochen, scriblita. Maaler 481b; [] wäyen (die), crustulum. ebenda 482b; Diefenbach gl. 521a scriblita, wähen (aus Emmelius nomencl.); scriblita, kuchen, wahen, striblin. Junius (1577) 67a; scriblita, ein fladen, kuchen, gebacken sträublein, spritzen-küchlein, wähen. Kirsch 1, 1075. die bedeutung mag darnach ursprünglich die allgemeine von 'kleines backwerk' gewesen sein; auch jetzt findet sich neben der oben angegebenen noch die von 'bretzel' im basl. faste-wäije. Seiler 104. — ein sicherer anhalt zur bestimmung der etymologie fehlt, am wahrscheinlichsten ist zusammenhang mit dem verb. wehen, mhd. wæjen, was aus der art der zubereitung zu erklären wäre; zu mhd. wæhe 'zierlich' kann das wort wegen des inlautenden j nicht gehören.
1562 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wæhenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    wæhen swv. BMZ BMZ wæhe machen, gestalten, verherrlichen Rul. Wwh. Krone (1248). Gsm. Loh. (6510). Orl. (2166). Frl. sin…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wähenf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    wähen , f. plur. backwerk. ein alem. schwäb. wort, das in den jetzigen mundarten die bedeutung ' flacher kuchen, mit obs…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waehen

5 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von waehen 2 Komponenten

wa+hen

waehen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von waehen (5 von 5)

gewæhen

FindeB

* gewæhen swv. Anteil haben Teichn. 1

gewähene

BMZ

gewehene , gewähene swv. erwähne, gedenke, ahd. gawahanju Graff 1,699. 1. mit genitiv. gewähne der rede nicht mêre pf. K. 47,16. gewæne is n…

gewähenen

Lexer

ge-wehenen , ge-wähenen , ge-wehen , ge-wähen swv. BMZ erwähnen, gedenken mit gen. d. s. Rul. Iw. Trist. Nib. Serv. Gudr. 1637, 4. Priesterl…

unwæhen

Lexer

un-wæhen swv. in verunwæhen.

verwæhen

Lexer

ver-wæhen swv. verunstalten Karl 9088.