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vierdung

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

vierdung m.

Bd. 26, Sp. 281
vierding, vierdung, m. , der vierte theil von etwas. altnord. fjórþungr, n. fjerding, schwed. fjörding; ags. fēorþung, als m. und f. (daneben fēorþling), engl. farthing; fries. fiardunge, f., fiardeng, m.; fjuarding als flurnamen Schmidt-Petersen wb. d. nordfries. sprache 43a; mlat. ferto; mhd. vierdunc, m. (die gewöhnliche form) mhd. wb. 3, 307b; vgl. auch Graff 3, 673; daneben vierding (farding, virten) Lexer mhd. handwb. 3, 339; Jellinek mhd. wb. 868; vierdung, vierding Schmeller bayer. wb. 1, 845; Scherz gloss. 393. 1804. 1809; ferto, vierdunc, -dung, -donch, -tung, virtüng, vierding, verding, firdung Diefenbach gloss. 231b; quadrans, vierdung, firling, firderling, verdinck 475b; vierdung, vierling, firdeling 476b; ferto, vierdung, firdung, verding, vierling nov. gloss. 171b; quadrans, vierdung, fierding, fierling 310a; vierdung, vierding Fischer schwäb. wb. 2, 1481; vierting Lexer kärnt. wb. 95; vierding Tobler appenzell. sprachsch. 192b; vêrdink, verink Schiller-Lübben mnd. wb. 5, 238a, verndink 242a; veerding brem. wb. 1, 376; Dähnert plattd. wb. 516b; mnl. vierdinc Verwijs-Verdam mnl. wb. 9, 442 (vierdonck, vierling, ferting); altfranz. ferling, frelin, falin. abgeleitet von vierte, mhd. vierde, in mannigfaltigen formen erscheinend: verding, ferdonum, ferto, farding (vgl. engl. farthing), fardella, ferdella, farendela, fardingel, farundel, ferlingus u. ä. 11) das wort bezeichnet den vierten theil von etwas; in ganz allgemeinem sinne wird fjórdungr gebraucht, daneben auch in anwendungen, wie im deutschen, für masz, gewicht und rechnungsmünze; im deutschen ist vierding, vierdung der vierte theil eines gewichtes, vor allem des pfundes, ferner kann es ein trockenmasz bezeichnen (wer ain ze clain pfund haut ... oder ze clain vierdung, da mit man saltz misst quelle bei Fischer schwäb. wb. 2, 1482): ein vierdung rises den soll man stoszen zu mele buch v. guter speise 2; 1 vierdung an lutern roggen für 2 D deutsche städtechron. 5, 180 anm.; da prach man in (den broten) an dem gewicht auch ab, von monat zu monat ie einen vierdung minder 11, 635, 20; vii vierdung kernen habsburg.-österr. urbarb. 51, 26; nimb drey vierdung eines pfunds Seuter roszarznei (1599) 3; der kinnback hielte 16 pfund weniger einen vierding Widmann Fausts leben 299 lit. ver.; der vierding (das viertel-pfund) einen groschen Rosegger schriften (1895 ff.) 3, 4, 222; knecht, wig ab ein pfundt affenschmaltz und auch ein fierdung dippelsaltz Wickram werke 5, 127 lit. ver. 22) der vierte theil einer mark silber, als rechnungsmünze: vierding, 'der vierte theil einer mark oder 4 loth' Jacobsson technolog. wb. 4, 542a; vgl. Jellinek mhd. wb. 868; Fischer schwäb. wb. 2, 1482; Schiller-Lübben mnd. wb. 5, 238a; Frischbier preusz. wb. 2, 445a; Schmieder 466; veerding, 'der vierte theil einer mark oder 8 grote bremer geldes' brem. wb. 1, 376; Vilmar hess. idiotikon 429; Crecelius oberhess. wb. 883; statuten des deutschen ordens 166 Perlbach; hundert unde achte unde vertech mark geldes unde dre fferding geldes deutsche städtechron. 6, 135, 12; wer huszgenosz würt, der sol dem münszmeister einen halben vierdung silbers geben 9, 989, 26; item 1 fird. eyner fyemayt zu Ragnith, der eyn kint was gemacht marienb. treszlerbuch 488, 13; swer vierdunc lop mit marken übergiltet der hât ouch getôrt unt niht gemiltet minnes. 2, 199a Hagen. der vierte theil eines pfennigs (= vierling): van einem vollen ein penningh, van einem kalffe ein hellingk, van einem lamme oder hoecken ein verinck quelle bei Schiller-Lübben mnd. wb. 5, 238; vgl. engl. farthing, schon altengl. feorþling in diesem sinne: ær ðu agylde ðone ytemesten feorþling Bosworth-Toller 281a (got. kintus, Tatian: scaz); untz das du vergeltest den iungsten vierling die erste deutsche bibel 1, 19 (Matth. 5, 26) lit. ver.; die vier nägel, wovon meine mutter sechse für einen vierding kaufte Hippel lebensläufe (1778 ff.) 3, 1, 147; vgl. vierer 2 und vierling. bischofsvierding heiszt nach Adelung in Schlesien eine silbermünze, die vier silbergroschen gilt und der vierte theil eines gulden ist.
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    vierdungm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    vierding , vierdung , m. , der vierte theil von etwas. altnord. fjórþungr, dän. fjerding, schwed. fjörding; ags. fēorþun…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Vierdung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Vierdung ( Firdung, Vierting, Ferto ), das Viertel einer Einheit, im spätern Mittelalter besonders 1 / 4 Mark Silber ( m…

  3. modern
    Dialekt
    Vierdung

    Schweizerisches Idiotikon

    Vierdung Band 1, Spalte 996 Vierdung 1,996

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vierdung

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Zerlegung von vierdung 2 Komponenten

vier+dung

vierdung setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vierdung‑ als Erstglied (1 von 1)

vierdungsäule

DWB

vierdung·saeule

vierdungsäule , f. , kugel scheiben, sinbel rund ratscheiblig würflet seulen, vierdung-, türnseulen Aventinus bayer. chronik 1, 428 Luxor ( …

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Cotta, M. (2026). „vierdung". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vierdung/dwb
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Cotta, Marcel. „vierdung". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vierdung/dwb. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „vierdung". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vierdung/dwb.
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