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Verweben

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
11 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Verweben v., trs, rec, rec

Bd. 5, Sp. 398a
Verweben, v. trs. u. rec. 1) * * Verwehen, durch schnelle Bewegung leicht zerstreuen. »Ih will sie zerstreuen, wie Stoppeln, die vor dem Winde verwebet werden.« Jer. 13, 24. Er zog sich klüglich nach, wie ein verwebter Schatten. Besser. 2) Zum Weben als Stoff verwenden, anwenden. Leinen= und Wollengarn verweben. 3) Durch Weben verbrauchen, alle machen. Alles Garn verweben. »Die Spinne webet mit der Kunst der Minerva, aber alle ihre Kunst ist auch in diesem engen Spinnraume verwebt,« d. h. erschöpft. Herder. 4) Durch Weben mit einem andern Dinge verbinden. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung, eng, dicht mit einander verbinden. So nennt man in der Pflanzenlehre Zweige verwebt (contortuplicati), wenn sie unter verschiedenen Winkeln mit einander verflochten sind. Ein Moosstengel ist daselbst verwebt (intricatus), wenn er ästig ist, und dessen zahlreiche fortkriechende Äste dicht in einander verwachsen sind. Die Fehler sind so mit dem Ganzen verwebt, daß sie ohne Umschmelzung des Ganzen gar nicht von demselben zu trennen sind. »Zedena schlang die Arme um das schon in Umarmung verwebte Paar,« das in enger inniger Umarmung begriffene. BenzelSternau. Die sich in Sinnlichkeiten verweben — Klopstock, sich darein gleichsam verwickeln, die darin ganz versinken. Auch als rec. »— wo sich Abgangsglut und Erdennebel öfters verweben.« Benzel=Sternau. 5) Falsch, fehlerhaft weben. D. Verweben. D. — ung.
1423 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verwëbenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    ver-wëben stv. BMZ verweben, vereinigen, tr. verw. in mit dat. Trist. H. 6885, mit acc. Herzm. 31. Kolm. 59,25. ich hân …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verwêben

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verwêben , verb. regul. act. 1. * Von weben in der veralteten weitern Bedeutung der Bewegung war es ehedem so viel, als …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verweben

    Goethe-Wörterbuch

    verweben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verweben

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    verwebe n aufweben, durch Weben aufbrauchen. s Garn is t alles verwebt Bf. K. Z.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verweben

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von verweben

ver- + weben

verweben leitet sich vom Lemma weben ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verweben 2 Komponenten

verwe+ben

verweben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verweben als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von verweben (1 von 1)

unverwëben

Lexer

un-verwëben part. adj. BMZ unverwebt Frl. 147,17.