Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vertrüben v.
vertrüben , v. , mnl. verdroeven. 1 1) glänzendes, strahlendes trübe machen oder erscheinen lassen, mhd.: ob in ( den stern ) die wolken habind vertriebt minnereden 136 Matthäi; nhd.: Bernhart d. philos. mystik d. mittelalters 44 . 2 2) unklar, undeutlich machen: dürfte nicht vielleicht, dacht ich, bey allen menschen eine grundphysiognomie seyn? durch die ebbe und fluth der zufälle und leidenschaften verschwemmt? vertrübt? Lavater physiognom. fragm. 2, 34 . 3 3) trüben, beeinträchtigen, von freude und freudigen ereignissen: wan nicht zwo widrige zeitungen uns diesen sieg vertrübet hätten A. U.…