Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
verspäten
verspäten
spät Adj. Adv. ‘in der Zeit fortgeschritten, gegen Ende eines Zeitabschnitts, nicht (recht)zeitig’, ahd. spāti (9. Jh.; vgl. spātīn f. ‘Langsamkeit’, um 800), mhd. spæte, mnd. mnl. spāde, nl. spa(de); vgl. dazu das Adverb ahd. spāto (9. Jh.), spāt(e), mnd. spāde sowie den Komparativ got. spēdiza ‘späterer’ und den Superlativ got. spēdumists ‘der letzte’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘sich hinziehend, in der Zeit fortgeschritten’, so daß an die unter sparen und sputen (s. d.) entwickelte Wurzel ie. *sp(h)ē(i)-, *spī- und *sphē-, *sphə- ‘gedeihen, sich ausdehnen, vorwärtskommen, Erfolg haben, gelingen’ angeknüpft werden kann. – verspäten Vb. reflexiv ‘erst nach der vereinbarten Zeit kommen’, mhd. verspæten, verspāten, auch ‘versäumen’; vgl. ahd. spāten ‘sich verspäten’ (um 1000).