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vermutlich

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

vermutlich

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Mut m. ‘Kühnheit, Unerschrockenheit’, ahd. muot ‘Kraft des Denkens, Seele, Herz, Gemütszustand, Gesinnung, Gefühl, Absicht, Neigung’ (8. Jh.), mhd. muot, asächs. mōd, mnd. mōt, můt, mnl. moet, nl. moed, afries. aengl. mōd, engl. mood ‘Stimmung, Laune’, anord. mōðr ‘Zorn, aufgeregter Sinn’, schwed. mod ‘Mut, Beherztheit’, got. mōþs ‘Zorn’ (germ. *mōþa-). Vielleicht sind vergleichbar griech. mṓsthai (μῶσθαι) ‘streben, trachten, verlangen’, lat. mōs ‘zur Regel gewordener Wille, Sitte, Brauch’ (s. Moral), so daß auf eine Wurzel ie. *mē-, *mō-, *mə- ‘heftigen und kräftigen Willens sein, heftig streben’ zurückgegangen werden kann. Mut bezeichnet ursprünglich die inneren Triebkräfte, Gemütszustände, Erregungen und Empfindungen des Gefühls im Gegensatz zum Verstand. Vom 16. Jh. an setzt sich die verengte Bedeutung ‘kühne und unerschrockene Haltung gegenüber Wagnis und Gefahr’ durch. Dazu mit negierendem un- (s. d.) Unmut m. ‘Ärger, Mißstimmung’, ahd. unmuot n. ‘Betrübnis’ (um 1000), mhd. unmuot m. ‘Mißstimmung, Zorn’, mnd. unmōt n. m., aengl. unmōd n. mutig Adj. ‘tapfer, kühn’, mhd. muotec, muotic ‘beherzt, kühn’, asächs. mōdag ‘zornig, aufgeregt’, aengl. mōdig ‘aufgeregt, mutig’, got. mōdags ‘zornig’. muten Vb. ‘etw. begehren, verlangen, seinen Sinn auf etw. richten’, ahd. muoten (9. Jh.), muotōn (um 1000), mhd. muoten; seit etwa 1800 als Simplex ungebräuchlich. vermuten Vb. ‘annehmen, für wahrscheinlich halten’ (16. Jh.), mnd. vormōden; vermutlich Adj. ‘wahrscheinlich’ (16. Jh.); Vermutung f. ‘Annahme’ (16. Jh.). zumuten Vb. ‘unbilligerweise etw. von jmdm. verlangen’, mhd. zuomuoten; Zumutung f. (15. Jh.). mutmaßen Vb. ‘annehmen, für wahrscheinlich halten’, spätmhd. muotmāʒen ‘abschätzen’, zu spätmhd. muotmāʒe ‘Teilung nach Angemessenheit, Abschätzung’; mutmaßlich Adj. ‘der Annahme gemäß’ (18. Jh.). Mutwille m. ‘Absicht’, ahd. muotwillo ‘eigener freier Entschluß’ (8. Jh.), mhd. muotwille; mutwillig Adj. ‘absichtlich, leichtfertig’, mhd. muotwillec ‘dem eigenen (guten oder bösen) Willen folgend’. Übermut m. ‘Ausgelassenheit, Anmaßung, Überheblichkeit’, ahd. ubarmuot (um 1000), mhd. übermuot ‘stolzer, hochfahrender Sinn’; übermütig Adj. ‘ausgelassen, leichtsinnig, fröhlich’, ahd. ubarmuotīg (8. Jh.), mhd. übermüetec ‘stolz, hochfahrend gesinnt, heldenmütig’.
2292 Zeichen · 95 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    vermutlichadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    vermutlich , adj. auf wahrscheinlichen gründen, auf vermutung beruhend. in der älteren sprache nicht nachgewiesen. fehlt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vermutlich

    Goethe-Wörterbuch

    vermutlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    vermutlich

    Pfälzisches Wb.

    ver-mutlich : 1. Adv., wie schd. Vemutlich war er's [Kaislt]. — 2. Adj. a. 1563/64: die örter, do Vermudtlich ist vnd a…

  4. Spezial
    vermutlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ver|mut|lich I adj. probabl (-i, -a) II adv. probabilmënter, bonamënter, inzai.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vermutlich

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von vermutlich 3 Analysen

ver- + mutlich

vermutlich leitet sich vom Lemma mutlich ab mit Präfix ver-.

Alternativen: vermuten+-lich ver-+mut+-lich

Zerlegung von vermutlich 2 Komponenten

ver+mutlich

vermutlich setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vermutlich‑ als Erstglied (1 von 1)

vermutlichkeit

DWB

vermutlich·keit

vermutlichkeit , f. ' die eigenschaft eines dinges, da es durch vermuthung bestimmt wird '. Adelung vers. 4, 1484 .

Ableitungen von vermutlich (1 von 1)

unvermutlich

DWB

unvermutlich , adj. adv. : z. th. gth. von vermutlich. mnl. onvermoedelijc, nl. onvermoedelijk. Staub-Tobler 4, 586 ; Fischer schwäb. wb. 6,…