Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vermannigfaltigen verb.
vermannigfaltigen , verb. 1 1) abwechselnd, mannigfaltig machen, lieblingswort Göthes, der aber stets vermannichfaltigen schreibt, was heute ungebräuchlich ist, da in den zusammensetzungen die formen mit g beliebt sind ( s. th. 6, 1525). das wort, welches jahrhunderte lang verschwunden scheint, läszt sich im mhd. bei den mystikern ( meister Eckhard ) einigemale nachweisen: alle die krefte der sêle und alliu ir werk daʒ sint alleʒ meinige; gehügnisse, verstantnisse unde wille, diʒ alleʒ vermannicvaltiget sich, dar umbe muost dû sie alle lâʒen. mystiker 2, 24, 35; und alsô als got dekein manicva…