Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
verlustig
verlustig
Verlust m. ‘das Verlieren, Abhandenkommen, (durch Verlieren) erlittener Schaden, Defizit’, ahd. firlust ‘Verlust, Verderben’ (9. Jh.), mhd. verlust, vlust ‘Verlust, Verschwendung, Verderben, Schaden’, asächs. farlust, mnd. vorlust, got. fralusts ‘Verlust, Verderben’ sind schwundstufige Abstrakta (germ. -lusti-, mit ti-Suffix und Bewahrung von altem s) zu dem unter verlieren (s. d.) behandelten Verb. Daneben stehen mit anderer Bildungsweise und r aus s ahd. firlor ‘Vertilgung, Enteignung’, mhd. verlor ‘Verderben’, asächs. farlor, aengl. forlor. – verlustig Adj., heute fast nur noch in Wendungen wie einer Sache verlustig gehen ‘sie einbüßen, verlieren’, jmdn. einer Sache (für) verlustig erklären ‘jmdm. den Besitz(anspruch) auf etw. aberkennen’, mhd. verlustec, verlüstec, verlustic ‘Verlust erleidend, beraubt’.