Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verlustig adj.
verlustig , adj. beraubt, mhd. verlustec, verlüstec, vlustec. Schottel führt aus einer novelle des kurf. August v. Sachsen die form verlüstig an. Thurneisser hat die alte form verlürstig. die bedeutung ist mhd. activ und passiv mit verlust behaftet oder mit verlust behaftend. in letzter bedeutung: die blinden sîn dran verschoben in den verlustigen kloben, dâ si eweclichen tobe. passional 67371 , Köpke. diese bedeutung läszt sich im nhd. nicht mehr nachweisen, die einzig nachweisbare ist die andere; auch sie schon mhd. der verlustige, der bestohlene: so iemants etwas gestolenn unnd vom diebe ve…