Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
verkrüppeln
verkrüppeln
Krüppel m. ‘Körperbehinderter’, mhd. krüp(p)el stammt über md. kruppel, kropel aus asächs. krupil, mnd. krȫpel, kröppel, krēpel ‘mißgebildeter, gehbehinderter Mensch’. Dies ist verwandt mit asächs. crupel ‘gelähmt, verkrüppelt’, aengl. crypel, creopel, engl. cripple ‘Krüppel’, mnl. cruepel, crupel, crōpel, crēpel, nl. kreupel ‘verkrüppelt, lahm’, anord. (mit aus Nasalinfix entstandenem pp) kryppill ‘Krüppel’; es stellt sich als ‘einer, der gewunden, zusammengekrümmt, krumm und lahm ist’ zu mhd. (md.) krūfen ‘kriechen, sich einziehen, sich in niedriger Haltung, am Erdboden fortbewegen, schmiegen, schleichen’, mnd. krūpen, krēpen, kreipen, mnl. crūpen, nl. kruipen, anord. krjūpa, schwed. krypa ‘kriechen’ und mit dem unter Kropf (s. d.) behandelten Substantiv zu ie. *greub-, Erweiterung der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’. – krüpp(e)lig Adj. ‘mißgestaltet, behindert’, zuvor krüplicht (18. Jh.). verkrüppeln Vb. ‘lahm, mißgestaltet, behindert werden’ (18. Jh.), vgl. krüppeln ‘zum Krüppel machen, wie ein Krüppel gehen’ (16. Jh.), mhd. gekrüpelt ‘lahm’.