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verknacksen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
4 in 4 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verknacksen

verknacksen

knacken Vb. ‘einen kurzen, harten, hellen Laut von sich geben, mit einem kurzen, harten, hellen Laut knallen, auf-, zerbrechen, zerquetschen, gewaltsam öffnen’, frühnhd. knacken ‘krachen, einen Sprung, Riß bekommen’ (15. Jh.), mnd. knāken, knacken ‘krachen’, mnl. cnāken, cnacken, nl. knacken ‘knicken, brechen, krachen’, schwed. knaka ‘krachen’, engl. (mundartlich) to knack ‘krachen, brechen’ bilden mit ablautenden mhd. (niederrhein.) knochen ‘pressen, drücken’, aengl. cnocian ‘schlagen, stoßen’, engl. to knock ‘klopfen, schlagen, stoßen’, anord. knoka ‘schlagen, prügeln’ eine nur im Germ. vorkommende Gruppe von Lautnachahmungen. – Knack m. ‘kurzer krachender Laut, Riß, Sprung’ (17. Jh.; md. gnacke, 15. Jh.) ist entweder Rückbildung aus dem Verb oder Substantivierung der lautnachahmenden Interjektion knack. Knacker m. ‘knackendes Geräusch’ (17. Jh.), heute vor allem ‘komischer, (auch) geiziger alter Mann’ (um 1900), oft als Schelte oder spöttisch (da man die Gelenke knacken hört) alter Knacker; ferner (im Anschluß an knacken ‘geräuschvoll aufbrechen’) ‘Nußknacker’ (1700) sowie ‘Einbrecher’ (19. Jh.), vgl. Geldschrankknacker (20. Jh.), landschaftlich (auch f.) ‘Knackwurst’. Knackwurst f. angeräucherte Wurst aus gehacktem Fleisch mit Fettstückchen und dünner, spröder Schale (16. Jh.), nach dem knackenden Geräusch, das beim Hineinbeißen entsteht. Knacks m. ‘knackendes Geräusch, Knack, Sprung, Riß, gesundheitlicher Schaden’ (18. Jh.), verstärkende Bildung zu gleichbed. Knack (s. oben), wie knacksen Vb. (19. Jh.), Intensivum zu knacken (falls nicht von Knacks abgeleitet). verknacksen Vb. in Wendungen wie sich den Fuß, die Hand verknacksen ‘verstauchen’, oft mit knackendem Geräusch der Knochen oder Sehnen (um 1900). Anderer Herkunft ist verknacken ‘verurteilen’ (s. d.).
1793 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    verknacksen

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    knacken Vb. ‘einen kurzen, harten, hellen Laut von sich geben, mit einem kurzen, harten, hellen Laut knallen, auf-, zerb…

  2. modern
    Dialekt
    verknacksen

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    verknacksen verstauchen: den Faut verknacksen Wa.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verknacksen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verknacksen

ver- + knacksen

verknacksen leitet sich vom Lemma knacksen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verknacksen 3 Komponenten

ver+(knack+sen)

verknacksen setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verknacksen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verknacksen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verknacksen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verknacksen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verknacksen/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verknacksen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verknacksen/pfeifer_etym.
BibTeX
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