Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vergähen verb.
vergähen , verb. übereilen, durch übereilung in nachtheil bringen. zusammensetzung mit gähen theil 4 1 , 1147; ein mhd. vergæhen, vergêhen nicht nachgewiesen, dagegen hat vergâhen transitive und reflexive bedeutung: mhd. swer si des wende, daʒ si mir nach dienste niht lône, der müeʒe alle sîn sælde vergâhen. minnes. 2, 238 a Hagen; ( durch übereilung verlieren ): sölich sach man nit vergâhen sol. Laszberg liedersaal 2, 259 ; reflexiv: frouwe, es ist iu gar ze vil, daʒ ir mînen sin sus smâhet: ir habet iuch gar vergâhet. Wolfram Parz. 346, 24 Lachmann; doch suln sie sich vergâhen niht mit hurte…