Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verdutzen verb.
verdutzen , verb. betäuben, verwirren. in der ältern hochdeutschen sprache nicht nachgewiesen, aber mnd. vordutten ( Schiller-Lübben 4, 347 ), zusammengesetzt mit dutzen, dützen ( th. 2, 1773), daneben dauzen ( th. 2, 858), vgl. bedützen ( th. 1, 1241). ursprung zweifelhaft, Grimm vermutet ihn im stamme duʒ, der dioʒan ( schallen, etwa von schallenden schlägen gesagt, wie puffen) zu grunde liegt, doch stört ihn die mhd. schreibung tützen. von andrer seite ( mhd. wb. 3, 155 b ) wird mhd. tûʒen ( still halten, betäubt sein ) herangezogen, wozu ahd. tuʒjan, beschwichtigen gestellt wird Graff 5, 4…