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Verdun

GWB bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Verdun

Bd. 20, Sp. 44
Verdun (spr. werdöng), 1) (V.-sur- Meuse) Arrondissementshauptstadt im franz. Depart. Maas, 205 m ü. M. an der Maas gelegen, Knotenpunkt der Ostbahn und Festung ersten Ranges, besteht aus der von der Zitadelle beherrschten Altstadt mit winkligen Straßen am linken und der Neustadt am rechten Ufer, ist von einer bastionierten Ringmauer mit nassem Graben umgeben, hat zwei alte Stadttore, eine Kathedrale aus dem 11. und 12. Jahrh., ein Stadthaus aus dem 17. und einen Bischofspalast aus dem 18. Jahrh., Denkmäler für den hier gebornen General Chevert (gest. 1769) und zur Erinnerung an die Belagerung 1870, hübsche Anlagen, ein großes und ein kleines Seminar, ein Kommunalcollège, eine Bibliothek (25,000 Bände), ein Museum, ein Theater, Spitäler, Fabrikation von Dragées, Konfitüren, Likören, Wachs-, Holz- und Lederwaren, Kerzen, Wäsche etc. und (1906) 21,035 (als Gemeinde 21,706) Einw. V. ist Sitz eines Bischofs, eines Gerichtshofs und eines Handelsgerichts. Die Umgegend heißt Verdunois.-V. kommt zuerst im Itinerarium Antonini als Virodunum vor und gehörte zum Gebiete der Mediomatriker. Unter den Franken gehörte es zu Austrasien. Am 11. Aug. 843 wurde hier der berühmte Vertrag von V. zwischen Kaiser Lothar und seinen Brüdern Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen geschlossen, durch den das fränkische Reich in drei Teile, das mittlere Reich Lothars, das oft- und westfränkische, geteilt wurde, aus welch letztern Deutschland und Frankreich entstanden. Die Stadt, die deutsche Reichsstadt war, rief in ihren Fehden mit dem Bischof 1552 Heinrich II. von Frankreich gegen diesen zu Hilfe, infolgedessen sie von Frankreich in Besitz genommen und im Westfälischen Frieden förmlich an Frankreich abgetreten wurde. Ihre Bedeutung als Maasübergang an der Ostseite der schwierigen Argonnenpässe trat namentlich in der Revolutionszeit bei dem Angriff der Preußen 1792 und dann wieder 1870 hervor, wo die Festung, durch Inundationswerke verstärkt, erst nach zweimonatiger Belagerung kapitulierte. Seit der Abtretung von Metz ist V. für Frankreich als Kreuzungspunkt der Straßen- und Eisenbahnen an der Ostgrenze durch 11 Forts (4 auf dem linken, 7 auf dem rechten Maasufer) zu einer der stärksten Festungen umgeschaffen worden. Die Verbindung mit Toul sichern 5 Sperrforts auf dem rechten Maasufer. Vgl. Clouet, Histoire de V. et du pays verdunois (Verdun 1867–70, 3 Bde.; unvollendet); Rogé, Droit coutumier de V. et du pays verdunois (Nancy 1904); v. Hellfeld, Die Zernierung und Beschießung von V. 1870 (Berl. 1875); Klaeber, In und vor V. 1870 (Dresd. 1899; franz. Übersetzung von Andres, Verdun 1905). – 2) (V.-sur- Garonne) Stadt im franz. Depart. Tarn-et-Garonne, Arrond. Castelsarrasin, am linken Ufer der Garonne, hat eine Kirche aus dem 13. Jahrh. und (1906) 1173 (als Gemeinde 2213) Einw. – 3) (V.-sur- le Doubs) Stadt im franz. Depart. Saône-et-Loire, Arrond. Chalon, an der Mündung des Doubs in die Saône und an der Lyoner Bahn, hat einen Hafen, Holzhandel und (1906) 1274 (als Gemeinde 1358) Einw.
3022 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Verdun

    Goethe-Wörterbuch

    Verdun [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Verdun

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Verdun (Werdöng), dtsch. Verden , frz. Festung im Depart. Maas (Meuse), an der Maas, mit 11000 E., berühmt durch den Ver…

  3. modern
    Dialekt
    verdun

    Lothringisches Wb.

    ver-dun [-dûn fast allg.; –doun D. Si. ] tr. 1. verbrauchen, verschwenden: er verdut ze vill in der Hushalting Fo. — 2. …

  4. Spezial
    verdun

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    verdun [ver·dụŋ] m. (-s) (Emberiza citrinella) ‹ornit› Goldammer f. ◆ verdun grisc (Miliaria calandra) ‹ornit› Grauammer…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verdun

32 Bildungen · 32 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verdun

ver- + dun

verdun leitet sich vom Lemma dun ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verdun 2 Komponenten

ver+dun

verdun setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verdun‑ als Erstglied (30 von 32)

verdunderen

ElsWB

verdun·deren

verdundere n 1. verschwenden. Er het e schöns Vermöje n g e het un d in e paar Jo h r het er alles verdundert g e het Dü. 2. entzwei schlage…

verdungen1

MeckWB

verdungen 1 pachten: Fauder verdungen ein Stück Wiesenland pachten Ha Pich .

verdunke

BMZ

ver·dunke

verdunke und verdûhte in sêre däuchte ihn übel daʒ Tristan sô vaste nâch dem kampfe sprach Trist. 6226.

verdunkeln

DWB

verdun·keln

verdunkeln , verb. dunkel, düster machen, mhd. vertunkeln, in den glossarien des 15. und beginnenden 16. jahrh. verdunckelen, verdunklen, ve…

verdunkelung

DWB

verdunke·lung

verdunkelung , f. dunkelstellung, verfinsterung: verdüncklung, caligatio Maaler 417 b , vertunkelung Stieler 2364 ; sinnlich: vertunkelung d…

Verdunkelungsgefahr

DERW

verdunkelung·s·gefahr

Verdunkelungsgefahr, F., ›dringender Verdacht daß der Verdächtige im Fall der Nichtverhaftung auf die Integrität der Beweismittel unlauter e…

verdunken

DWB

verdun·ken

verdunken , verdünken , verb. scheinen, mhd. verdunken, mnd. vordunken ( Schiller-Lübben 4, 347 ), für nhd. präter. ist wol im einklang mit …

verdunkernüsse

KöblerMhd

verdunkernüsse , st. F. nhd. Dunkelheit, Unverständlichkeit ÜG.: lat. obscuritas STheol Q.: STheol (nach 1323) (FB verdunkernüsse) I.: Lüt. …

verdunkler

DWB

verdunkler , m. der eine sache unklar macht: ein alter landprediger, zu welchem mich Gleim führte, sasz eben an seinem schreibtisch und verm…

verdunlich

LothWB

verdun·lich

ver-dunlich [-dûnliχ Ri. u. s.] adj. verschwenderisch. — els. 2, 641 vertuenli.

verdunneren

ElsWB

verdun·neren

verdunnere n vernichten. Dis is t emol e rëchter Risswolf; wënn er e Stück e l Kleid zwei Mol an g e het het, is t s ganz verdunnert Str.

verdunnern

MeckWB

verdun·nern

verdunnern verurteilen Mi Nachtr. ; ick künn doch dat Dörp nich verdunnern sagen, daß die Dorfbewohner Schuld hätten Wa Wred .

Verdunpreis

Meyers

verdun·preis

Verdunpreis , ein von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 18. Juni 1844 zur Erinnerung an das seit dem Vertrag von Verdun (843) verfloss…

verdunschten

LothWB

ver-dunschte n [-dùnštə fast allg.; –domštən Si. ] intr. in Dunst aufgehen.

verdunseⁿ

Idiotikon

verdunseⁿ Band 13, Spalte 738 verdunseⁿ 13,738

verdunsten

Pfeifer_etym

verdun·sten

Dunst m. ‘Lufttrübung, Dampf, feiner Rauch’, ahd. thunst ‘Wind, Sturm’ (10. Jh.), mhd. dunst, tunst ‘Dampf, Dunst’, asächs. thunst ‘Dunst, S…

verdunsteren

KöblerMhd

verdun·steren

verdunsteren , sw. V. nhd. verfinstern, verdunkeln Hw.: vgl. mnd. vördǖsteren Q.: Tauler (vor 1350), Schürebr (FB verdunstern), Myst E.: s. …

verdunsterunge

KöblerMhd

verdunsterunge , st. F. nhd. Dunkelheit Q.: Tauler (vor 1350) (FB verdunsterünge) E.: s. verdunsteren W.: nhd. DW- L.: Hennig (verdunstern),…

verdunsteⁿ

Idiotikon

verdunsteⁿ Band 13, Spalte 811 verdunsteⁿ 13,811

verdunzeⁿ

Idiotikon

verdunzeⁿ Band 13, Spalte 910 verdunzeⁿ 13,910