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Verbeißen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Verbeißen v., trs, intrs, trs, intrs

Bd. 5, Sp. 265a
1. Verbeißen, v. trs. u. intrs. unregelm. (s. Beißen). I) trs. 1) † Abbeißen, besonders vorn abbeißen; wie verschneiden  S. Verbeizen. Ja, da er sich aus Zorn die Nägel schon verbissen. Günther. Verbissne Bäume nennt man solche Bäume und Stauden, welche in der Jugend beschädigt, z. B. vom Vieh abgebissen, und dadurch in ihrem Wachsthum gestört worden sind; auch Krüppelbüsche, Kuhmäuler. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung sagt man, Х die Wörter verbeißen, die Endsilben derselben gleichsam abbeißen, sie nicht hören lassen. 2) Durch Zusammenbeißen der Zähne den Ausbruch einer Empfindung zu unterdrücken suchen. Die Schmerzen, das Lachen, das Weinen  verbeißen. »Der Seufzer, den du jetzt verbeißest.« Weiße »— mit verbißnem Grimm.« Wieland. 3) Durch zu starkes Beißen die Zähne verderben, besonders wenn es aus Versehen geschieht, wenn z. B. ein Steinchen in der Speise zwischen die Zähne kömmt. Sich die Zähne verbeißen. Die Zähne an etwas verbeißen. Sich verbeißen, so fest zubeißen, die Zähne zwischen einander beißen, daß sie nur mit Mühe wieder auseinander gebracht oder gebrochen werden können. Der Hund hat sich verbissen, »Dann habt ihr einen Hund entkettet, der in seinen Wohlthäter sich verbeißt.« Meyer. 4) ≠ Х Mit Beißen, d. h. lautem Zanken, Schelten verbringen. Die Zeit verbeißen. II) intrs. in der Sprache der Jäger, wo der Auerhahn verbeißt, wenn er aufhört zu balzen. — D. Verbeißen. D. — ung.
1442 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Verbeißen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    2. Verbeißen , verb. irregul. act. S. Adelung Beißen . 1. Durch Zusammenbeißung der Zähne den Ausbruch einer Empfindung …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verbeißen

    Goethe-Wörterbuch

    verbeißen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Verbeißen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Verbeißen , das Abbeißen von jungen Trieben oder Pflanzen durch Wild.

  4. modern
    Dialekt
    verbeißenst.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    ver-beißen st. : 1. a. gegenst. α. 'zerbeißen', ve (r) beiße, -bäiße, bisse, s. beißen [allg.]; en Stick Zucker v. [ LU-…

  5. Sprichwörter
    Verbeissen

    Wander (Sprichwörter)

    Verbeissen 1. Einem etwas zu verbeissen geben. ( Preussen. ) Bedeutet dort so viel, als dem Gaste vor der ordentlichen M…

  6. Spezial
    verbeißen

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    verbeißen (kein Bezug zu "кусать") удерживаться / удержаться, запрещать / запретить себе sie verbiss sich eine giftige B…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verbeissen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verbeissen

ver- + beissen

verbeissen leitet sich vom Lemma beissen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verbeissen 2 Komponenten

ver+beissen

verbeissen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verbeissen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verbeissen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verbeissen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „verbeissen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verbeissen/campe. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verbeissen". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verbeissen/campe.
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