Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
vegetieren
vegetieren
Vegetation f. ‘Pflanzenwachstum, Gesamtheit der in einem Gebiet vorkommenden Pflanzen’, entlehnt (vereinzelt mit lat. Flexion Anfang 17. Jh., dann 2. Hälfte 18. Jh.) aus spätlat. vegetātio (Genitiv vegetātiōnis) ‘Belebung, belebende Bewegung’, mlat. ‘Wachstumskraft’, zu lat. vegetāre ‘körperlich und geistig in Bewegung setzen, beleben, ermuntern, erregen’, spätlat. ‘leben, wachsen’, abgeleitet von lat. vegetus ‘körperlich und geistig belebt, lebhaft, munter’; zu lat. vegēre ‘lebhaft, munter sein, erregen’. – vegetieren Vb. ‘erfrischen, stärken, grünen’ (vereinzelt 1. Hälfte 18. Jh.), ‘wie eine Pflanze (ohne geistige Regung) leben’, auf Menschen bezogen daher ‘ein ärmliches Dasein fristen, kümmerlich, kärglich leben’ (2. Hälfte 18. Jh.), aus lat. vegetāre (s. oben). Vegetarier m. ‘wer sich (vorwiegend) von pflanzlicher Kost ernährt’ (um 1900), zuvor Vegetarianer (Mitte 19. Jh.), entlehnt aus gleichbed. engl. vegetarian (Subst. und Adj.), gebildet zu engl. vegetable ‘pflanzlich, Pflanze’, aus spätlat. vegetābilis ‘belebend’ oder darauf beruhendem afrz. vegetable ‘wachstumsfähig (von Pflanzen)’, frz. végétable. vegetarisch Adj. ‘pflanzlich, Pflanzenkost betreffend’ (um 1900), vegetarianisch (Mitte 19. Jh.), engl. vegetarian (s. oben).